Die Wählergemeinschaft Kulmbach legte am Donnerstag im Stadtrat einen umfangreichen Katalog vor, um die Attraktivität des Naherholungsgebiets am Oberauhof zu steigern (die BR berichtete). Rainer Ludwig (WGK) verwies darauf, dass unter anderem an einen Stellplatz für Wohnmobile und an einen Zeltplatz gedacht sei. Hier könne man von dem Trend in Corona-Zeiten profitieren, den Urlaub in Deutschland zu verbringen. Im Nachhinein hätte ihn auch noch Vorschläge aus der Bürgerschaft erreicht, sagte er. Unter anderem sei angeregt worden, an der Kieswäsch auch einen FKK-Strand auszuweisen. Dagegen hatte Ludwig keine Einwände: "Ich sage: Why not?"

Der WGK-Antrag wurde gegen die Stimmen der Grünen (2) angenommen und an die Verwaltung weitergeleitet. Allerdings wies OB Ingo Lehmann (SPD) darauf hin, dass sich die Stadt aktuell neben dem früheren Kaufplatzgelände kein weiteres Großprojekt leisten könne. Hierzu gebe es auch einen klaren Hinweis des Landratsamts, das den städtischen Haushalt geprüft hat.

Stadtbus fährt auch abends

Probeweise wird in Kulmbach eine Stadtbuslinie in den Abendstunden eingeführt. Mit der Busfirma Schütz sei abgesprochen, so OB Lehmann, dass von Montag bis Freitag der Stadtbusverkehr bis 21 Uhr verlängert wird. Die Fahrstrecke sei eine Kombination der drei Hauptlinien. Fahrgäste - hier sei an Beschäftigte des Klinikums oder von Pflegeheimen und an Hallenbadbesucher gedacht - müssten sich bei der Firma Schütz telefonisch anmelden. Der Testlauf wurde einstimmig genehmigt und soll am 1. Juni beginnen, wenn es die Pandemielage erlaubt.

Zweiter Bürgermeister Frank Wilzok (CSU) wandte allerdings ein, dass mit einem Schichtende um 21.30 Uhr das Personal des Klinikums wohl nicht mitfahren könne.

Über diese Skepsis wunderte sich Matthias Meußgeyer (SPD): Erstens sei das Fahrzeitende nicht in Stein gemeißelt, und zweitens kämen die meisten Krankenhausmitarbeiter bekanntermaßen nicht aus der Stadt Kulmbach. Es gehe vor allem um die Beschäftigten im Einzelhandel, die bis 20 Uhr arbeiten müssen. "Wir sollten das mal positiv angehen, gut erklären und gut bewerben."

Laptops für die Lehrer

Durch die Corona-Pandemie befinden sich Lehrer derzeit in einem ständigen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Lernen zu Hause. Um die Lehrkräfte technisch gut auszustatten, wurde eine staatliches Förderprogramm aufgelegt. Davon erhält die Stadt Kulmbach 74 000 Euro für ihre Schulen, wie geschäftsleitender Beamter Matthias Schmidt mitteilte. Bei Kosten von 1000 Euro pro Laptop bekommen 74 Kulmbacher Lehrer ein mobiles Dienstgerät. Damit könne man aber nur knapp drei Viertel des ermittelten Bedarfs abdecken, sagte Schmidt. Deshalb werde die Stadt versuchen, bei einer "Nachförderungsrunde" die restlichen Laptops anzuschaffen. tir