von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Frank

Langensendelbach — In den kommenden beiden Jahren muss die Gemeinde Langensendelbach allein für die sofort anstehende Sanierung des Kanals 932 600 Euro ausgeben. In den Jahren 2017 und 2018 werden dann noch einmal 1,2 Millionen Euro für kurzfristig anstehende Reparaturen folgen.
Mit dieser Hiobsbotschaft kurz vor Weihnachten wartete Diplomingenieur Wolfgang Harrer vom zuständigen Planungsbüro aus Eggolsheim in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres auf. Zuvor hatte er die Ergebnisse der aktuellen Kamerabefahrung vorgestellt.

Ein Konzept muss her

Demzufolge besteht im Kanalnetz von Langensendelbach in der Zustandsklasse 5 ein sofortiger Sanierungsbedarf in Höhe von 828 200 Euro.
Kurzfristig müssten laut dem Planer weitere 1,07 Millionen Euro und mittelfristig sogar 400 900 Euro sowie langfristig noch einmal 94 600 Euro investiert werden müssen. Dabei lege das Wasserwirtschaftsamt die Priorität für die Sanierung eindeutig auf die Mischwasserkanäle. Im Ortsteil Bräuningshof dagegen besteht ein sofortiger Bedarf von 104 400 Euro, kurzfristig muss mit 119 200 Euro, mittelfristig mit 113 900 Euro und langfristig mit weiteren 120 000 Euro gerechnet werden.
Wie in diesem Zusammenhang Bürgermeister Oswald Siebenhaar (UWB) betonte, müsse jetzt erst einmal ein tragfähiges Konzept für die finanzielle Machbarkeit der Sanierungsmaßnahmen her.
In diesem Zusammenhang sprach Siebenhaar auch über eine neue Gebührenkalkulation, mit der die anstehenden Ausgaben in Höhe von zusammen 2,86 Millionen Euro wieder auf der Einnahmenseite verbucht werden könnten. Das Gremium sprach sich mit 14:0 Stimmen und ohne ernsthafte Widerstände für dieses Vorgehen aus.
Ebenfalls einstimmig nahm der Gemeinderat die Bedarfsplanung für die Kindertagesbetreuung im Kindergartenjahr 2015/16 an, die für die Kleinkinder bis drei Jahre von 46 Anmeldungen bei derzeit insgesamt 39 vorhandenen Krippenplätzen ausgeht.