Höchstadt — Der Verein Förderung der Filmkultur e.V. hat ein Projekt gestartet und zeigt Filme, die sich Großeltern zusammen mit ihren Enkeln anschauen können. So wird am Sonntag, 6. März, um 15 Uhr im Kulturkino in der Koslinger Straße "Das doppelte Lottchen" aus dem Jahr 1950 gezeigt.
In der ersten Verfilmung des Buches "Das doppelte Lottchen" (1950) übernahm der Autor Erich Kästner selbst die Rolle des Erzählers, suchte die Zwillinge aus und betreute die Kinder am Set. Gefilmt und gespielt wurde in einer Reihe von Filmen der 50er-Jahre - teilweise ähnlich den Kammerspielen aus der Stummfilmzeit - mit ruhigen, längeren Einstellungen, einer nicht gewaltverherrlichenden, stattdessen lösungsorientiert und logisch erzählten Geschichte und einem kindgerechten Erzählstil.

Erwachsene Vorbilder

"Filmklassiker können als Lernmodelle auch zur Bewältigung heutiger Lebenssituationen als Orientierungsrahmen herangezogen werden. Kästnerfilme, Kalle Blomquist aber auch Amy und die Wildgänse sind positive, lebensbejahende, lernfreudige und familienfreundliche Beispiele nicht nur für Kinder.
Wir sehen Familie und Schule als erzieherische Einheit mit erwachsenen Vorbildern, die auch gegen aggressive Verhaltensweisen Stellung beziehen und somit den früher selbstverständlichen gesellschaftlichen Konsens gegen Gewalt wieder mit aufrichten helfen.
Es gilt, gerade der sich bei Kindern leicht zum Suchtcharakter und zur Handlungsanleitung entwickelnden Vorliebe für Fernseh- oder Computerspielgewalt in Form von Mobbing oder anderer oftmals in Actionszenen verpackter gemeinwohlschädigenden Verhaltensweisen entgegenzuwirken", heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins zur Erläuterung der Absicht, die hinter dem Großeltern-Enkel-Kino steckt. Weitere Informationen gibt es unter Tel. 09193/5086832. red