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lich wollte die Freiwillige Feuerwehr Melkendorf in diesem Jahr das 150. Jubiläum feiern, doch Corona machte auch den Floriansjüngern einen dicken Strich durch die geplanten Feierlichkeiten. Dennoch hat die Melkendorfer Feuerwehr zum Jahresende noch einen Grund zum Feiern, denn die umfangreiche Dach- und Fassadensanierung konnte bis auf wenige Restarbeiten noch vor dem Winter abgeschlossen werden. Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) nahm zusammen mit dem Leiter des Hochbauamtes der Stadt Kulmbach, Bernd Ohnemüller, sowie dem Feuerwehr-Vorsitzenden Torsten Grampp die Bauarbeiten ab. In einem weiteren Bauabschnitt sollen mit einem kleinen Anbau die Erweiterung des Schulungsraumes und der Ausbau der Sanitärräume folgen.

OB Ingo Lehmann erinnerte, dass der Vorstand der Feuerwehr Melkendorf bereits am 30. April 2018 in einem Schreiben die Stadt Kulmbach darum gebeten habe, die erforderlichen Sanierungsarbeiten am Dach und der Fassade des Feuerwehrgerätehauses durchzuführen. Der Stadtrat stellte dafür 60 000 Euro bereits im Haushaltsjahr 2020 zur Verfügung. Coronabedingt musste die Umsetzung der Baumaßnahme ins Jahr 2021 verschoben werden.

Was wurde gleich mitgemacht? Das alte asbesthaltige Faserzementdach wurde durch ein wärmegedämmtes Stahltrapezdach ersetzt. Der vorhandene Dachstuhl wurde saniert, die gesamten Anschlussbleche und Regenrinnen und -abläufe sind neu. Und wie OB Ingo Lehmann weiter feststellte, wurde der kritische Übergang der beiden Gebäude im Dachbereich technisch neu aufgebaut und mit einem Foliendach gesichert. Das für die Dacharbeiten erforderliche Gerüst ermöglichte zugleich eine Fassadenerneuerung. Die gesamten Fassadenflächen wurden dabei abgewaschen und neu gestrichen. Den nicht mehr benötigten Anbau am Hauptgebäude haben die Mitglieder der Feuerwehr Melkendorf abgebrochen. Verantwortlich für die Dachsanierung war die Firma Eber-Bedachungen, Kulmbach, und die Sanierung und Gestaltung der Fassade lagen in den Händen der Firma Kamlowski, Melkendorf. Lehmann kündigte an: "Mit weiteren Ansparungen im Haushalt möchte der Kulmbacher Stadtrat in den nächsten Jahren einen zweiten Bauabschnitt ermöglichen, der eine Erweiterung des Schulungsraums sowie den Ausbau der Sanitärräume ermöglichen soll. Man sieht hier sehr schön, dass die Zusammenarbeit von Stadt und Feuerwehr sehr gut funktioniert." Vorsitzender und Stadtrat Torsten Grampp (CSU) stellte fest, dass die Dachsanierung dringend notwendig gewesem sei, denn es habe im hinteren Bereich hereingeregnet.