Eigentlich hätten die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Sonnefeld heuer allen Grund zum Feiern, denn vor 100 Jahren wurde der Verein aus der Taufe gehoben. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen verständigte man sich darauf, das Jubiläum in anderer Form im kommenden Jahr nachzuholen. Bei der Hauptversammlung erklärte Vorsitzender Michael Fischer, dass auch Mitgliederbesuche weiter ausgesetzt würden, aber Glückwünsche und der Kontakt untereinander über andere Kanäle erfolge.

"Wir sind ein kleiner Ortsverein, können uns aber durchaus sehen lassen", betonte Fischer. Er freute sich, dass die SPD mit fünf Gemeinderäten vertreten ist und mit Doris Völler die Dritte Bürgermeisterin gestellt werden kann. Fischer dankte für das vielschichtige Engagement der Mitglieder und Unterstützer bei den Kommunalwahlen. So sei es gelungen, Kosten einzusparen und dennoch Informationsmaterial flächendeckend zu verteilen. Ein solcher Einsatz sei nicht selbstverständlich und mache sich positiv im Kassenbestand bemerkbar. Ein Ziel sei es, weiterhin gute Kommunalpolitik zum Wohle der Bürger zu machen und auch junge Leute dafür zu begeistern. Wie insbesondere die jüngere Generation angesprochen und begeistert werden könne, das sei eine Herausforderung, mit der sich der Ortsverein aktiv auseinandersetzen wolle, um auch bei der nächsten Wahl gute Kandidaten aufstellen zu können. Aus der Gemeinderatsarbeit gab Fischer als Fraktionsvorsitzender einen Überblick über die wichtigsten Projekte und Maßnahmen. Weil es immer wieder Anfragen aus der Bevölkerung zur coronabedingten Freibadschließung gegeben habe, merkte Michael Fischer an, dass die Auflagen zur teilweisen Nutzung immens hoch und schwer oder nur mit viel Aufwand beziehungsweise Beschränkungen umsetzbar gewesen wären.

Für seine 55-jährige Parteitreue wurde der Gestungshäuser Altbürgermeister Heinz Bär geehrt. "Du warst und bist ein immer interessierter Sozialdemokrat und bist bei unseren Veranstaltungen dabei", dankte ihm Michael Fischer. Die rote SPD-Nadel bekam für 40 Jahre Lutz Jakob verleihen. Er ist ein Aktivposten im Ortsverein, war als Schriftführer tätig und übernimmt Aufgaben, wenn Hilfe gebraucht wird. Die silberne Nadel erhielt stellvertretender Vorsitzender Helmut Wunder, der auch über mehrere Jahre Gemeinderat war.

Weitere langjährige Mitglieder, die noch persönlich ausgezeichnet werden, sind Walheide Faulhaber (30 Jahre Mitgliedschaft), Ernst Wagner (60 Jahre, goldene Ehrennadel) und Jochen Malter (30 Jahre). Alexandra Kemnitzer