Dass sich die an den Dialekt des eigenen Ortes gewohnten Franken oft schwer tun mit fremd klingenden Namen, bewies ein am Freitag belauschtes Gespräch dreier Damen in einem Forchheimer Biertempel. Zwei dieser Protagonistinnen - darunter eine seit Jahrzehnten in einer Landkreisgemeinde lebende gebürtige Kosovarin - hatten sich lange nicht mehr gesehen. Nach der Begrüßung merkte eine der Drei an, dass der Name "Sevdjie" nicht leicht zu merken sei und auch die richtige Aussprache eine Herausforderung darstelle. Doch schlagfertig half die Befragte mit einer Eselsbrücke weiter: "Als mei Moo mich domols des erste Mol zum Sportplotz mitgnumma hod, hod ner sei Kumpl gfrogt, wer ich denn bin? Do hod mei Moo za ihm gsogt: Die Sevdjie. Obba der Freund hod verstandn: Die söfft ja". Daraufhin bekam der verdutzte spätere Ehemann von seinem Freund zur Antwort: "Des tut ma obba leid, so schaut die jo gor ned aus, dass die söfft."