Schon vor knapp 200 Jahren hatte der Dichter Wilhelm Müller das 1823 von Franz Schubert vertonte Gedicht "Das Wandern ist des Müllers Lust" verfasst, seither gilt es als klassisches Wanderlied. Früher fand der Wanderer seine Route per Wanderkarte oder Kompass, in Zeiten Satellitengestützter Ortung per Handy sind diese Hilfsmittel längst überflüssig. Trotzdem lässt man sich auch heute noch gerne von Hinweisschildern an der Strecke weiterhelfen - falls sie das tatsächlich tun. Wenigstens scheint ein Wegweiser auf der Reuther Hut die Wanderer zu erheitern. Ohne Entfernungsangaben weisen rote Buchstaben auf den hölzernen Pfeilen zumindest die Richtung, wenn es da heißt: "Väzäheilichen - weid wegg". Oder hier lang zum "Kelläwold/Annafesd". Die gleiche Richtung zeigt das Schild "haam zu euch". Aha, dann weiß der Schilderbauer also auch, wo jedermann wohnt. Interessant. Beim unteren Hinweis liegt der Schilderbauer aber mit "Gößwastaa" mundartlich etwas daneben. Gerhard Steinhäuser, Vorsitzende des SV Gößweinstein, hofft trotzdem, dass der Weg zur Sportlerkerwa am Wochenende gefunden wird und stellt süffisant fest: "Mir sin und bleim Gößmastaa."