Es wurde bis zur letzten Minute am Außenbereich der Grundschule in Einberg oben auf dem Glockenberg gearbeitet. Für die Einweihungsfeier, wozu viel Prominenz aus Politik und Schule erschienen ist, wurden farbige Luftballons am Bauzaun befestigt und boten dadurch ein besonderes Flair. Im Inneren der Schule, wo 128 Grundschüler lernen, wurde alles rechtzeitig fertig. Die Aula war für die große Feier mit Blumen geschmückt.

Rektorin Claudia Rauch und Bürgermeister Marco Steiner begrüßten die Gäste. Steiner ging auf die Planungsphase der Schule ein. "Es war fast wie ein Neubau", stellte Steiner fest. Mit den Planungen und ersten Gesprächen sei bereits 2016 begonnen worden. Dabei sei festgestellt worden, dass der finanzielle Aufwand sehr hoch sein werde. Man habe sich dazu entschlossen, das Bauvorhaben in zwei Projekte zu teilen. Es seien zwei Förderanträge gestellt worden. Die Baukosten hätten rund 10 Millionen Euro betragen, wovon man rund 7 Millionen Euro Förderung erhalten habe. Steiner lobte den Freistaat für die großzügige Förderung. Die Stadtkasse sei mit 3 Millionen Euro belastet. Die Sanierung der Schule, die fast ein Neubau war, sei nie infrage gestellt worden, stellte Steiner fest, der sich über einen Dankesbrief Klasse 4 b sehr freute.

Die Schule ist heuer 51 Jahre alt, wusste die Rektorin. Baubeginn sei am 26. Juli 2019 gewesen. Am Bau seien über 40 Handwerker, vorwiegend aus der Region, beteiligt gewesen.

Im Ausweichquartier bei Living Glass im Langen Rain habe man viele interessante Erfahrungen gemacht, erzählte Rauch. Und so ging es dann weiter: Nach zwei Jahren erfolgte im Mai 2021 der Umzug zurück ins neue, moderne Schulgebäude. So ein Umzug sei auch ein kleines Abenteuer, stellte die Rektorin fest. Alle hätten sich über die Rückkehr und das schöne moderne Gebäude gefreut. Eine Schülerin der 4. Klasse, die nun auf eine weiterführende Schule wechsele, habe gesagt: "Dass wir das noch erleben durften." Alle seien sehr dankbar, dass der Zeitplan eingehalten wurde.

Zu Beginn gab es noch keinen Pausenhof. Die Schulfamilie konnte aber das Gelände vom benachbarten Kindergarten nutzen. Nun geht es im Außenbereich sehr gut vorwärts.

Man habe in Einberg gehandelt, stellte Landrat Sebastian Straubel fest. Er lobte das Förderprogramm des Freistaates. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. Es sei ein modernes Schulhaus, und der Digitalisierung sei Rechnung getragen worden.

Schulamtsdirektor Uwe Dörfer sprach von einer Vorzeigeschule, auf die man stolz sein könne. "Hier wird man den Bedürfnissen einer zeitgemäßen und zukunftsorientierten Pädagogik voll und ganz gerecht", sagte er.

"Auch für die Eltern war der Bau der Schule eine sehr spannende Zeit", sagte Elternbeiratsvorsitzende Tanja Lamik. Sie freute sich darüber, dass auch die Wünsche des Elternbeirates berücksichtigt wurden. Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz sprach stellvertretend für Staatssekretärin Anna Stolz. Sie sei erkrankt, habe aber zugesagt, die Schule zu einem späteren Zeitpunkt zu besuchen, sagte Piwernetz. Weiter meinte sie: Die Investition in die Bildung der Kinder sei ist eine Zukunftsinvestition. Dies habe die Stadt Rödental in vorbildlicher Weise erkannt. Die Regierungspräsidentin überreichte an Bürgermeister Marco Steiner einen weiteren Förderbescheid über 1,5 Millionen Euro.

Die beiden Gemeindereferentinnen Sabine Mahl von St. Marien und Christine Schweda von St. Hedwig hatten einen Kirschbaum dabei, der im Schulgarten gepflanzt werden soll. Ihre Segensworte drehten sich rund um den Baum.

Die beiden Planer Matthias Hasenstein und Christoph Gatz lobten die große Fachkenntnis und das große Interesse von Bürgermeister Marco Steiner am Bauvorhaben. Die beiden Architekten waren von der Schule als Grundanlage begeistert. Auf ihren Planungen beruht, dass der alte Toilettentrakt verschwunden ist. Ein Aufzug an der richtigen Stelle gewährleistet Barrierefreiheit. Die Architekten lobten, ihre Pläne seien bei der Bauausführung sehr gut umgesetzt worden. Anschließend überreichten sie der Rektorin zwei Bouldersteine. Eine große Betonwand soll mit 140 farbigen Bouldersteinen bestückt werden.

Mittels eines Videos stellten die Schülerinnen und Schüler ihr Unterrichtsgebäude in lustiger Weise vor und gingen dabei auf die Besonderheiten ein. Die Schüler der Klasse 4b lockerten unter der Leitung von Anke Kolb mit Gesang und Spiel die Einweihungsfeier auf. Schließlich durfte nicht nur die "Prominenz" das neue Schulhaus besichtigen, sondern auch viele Eltern nutzten die Gelegenheit, den Lernort ihrer Kinder von innen zu begutachten.