Marion Krüger-Hundrup

Für Weihnachten einkaufen und zugleich etwas Gutes tun: Das geht im Weltladen in der Kapuzinerstraße 10, der vom Verein "Solidarität in der Einen Welt" getragen wird. Wer aus dem großen Angebot an Lebensmitteln etwas ersteht, unterstützt die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen am Anfang der Lieferkette im Globalen Süden. Denn der "Faire Handel garantiert Erzeugern und Arbeitern etliche Vorteile", erklärt Angelika Muthmann, die als einzige Hauptamtliche in einem engagierten Team aus Ehrenamtlichen im Weltladen arbeitet.

Die Vorteile liegen in einem garantierten Mindestpreis für Rohstoffe wie Kakao, Kaffee, Tee, Zucker oder Bananen. Dieser greift, wenn der Weltmarktpreis für diesen Rohstoff unter den Mindestpreis fällt. Für ökologisch erzeugte Produkte gibt es einen Biozuschlag. Außerdem erhalten die Produzentenorganisationen eine Fair-Handelsprämie, mit der sie neue Maschinen anschaffen oder Schulen und Gesundheitsstationen unterstützen. Und die Kleinbauern werden durch den Fairen Handel dazu angeregt, sich zu organisieren und selbst aktiv zu werden.

Lockdown schmerzt

Angelika Muthmann und die langjährige Ehrenamtliche Renate Hoffmann sind froh, dass treue Kunden auch in der Corona-Zeit weiter im Weltladen einkaufen. Der Laden sei zwar "wesentliches Standbein", doch seit dem ersten Lockdown vor Ostern "fällt das bisher übliche Engagement der Kommissionsgruppen aus den Pfarrgemeinden weg - und damit die Umsätze", beklagen die beiden Frauen. Auch Feste wie zum Beispiel Kirchweihen in Stadt und Landkreis Bamberg oder Fair-Trade-Schulaktionen, an denen der Weltladen sonst seinen Verkaufsstand aufbaut, seien Corona zum Opfer gefallen.

Der Weltladen bietet Honig und Gewürze, Kaffee, Kakao und Tee, Schokolade in allen nur denkbaren Geschmacksrichtungen. Aber auch fair gehandeltes, qualitativ hochwertiges Kunsthandwerk aus Asien, Afrika und Lateinamerika.