von unserem Mitarbeiter Andreas Welz

Lichtenfels — Die Fahrtgastzahlen des Schützenfest-Expresses stagnieren. Das bedauerte gestern Bürgermeister Andreas Hügerich bei der Abschlussbesprechung im Sitzungssaal der Stadtwerke. Im Großen und Ganzen könne man zufrieden sein und auch im nächsten Jahr sollen die Räder der Busse wieder rollen. Allerdings müsse man die Wirtschaftlichkeit der Linien überprüfen. Dabei könne der Verkehr im Landkreis ausgeweitet werden, schwach frequentierte Linien sollten auf den Prüfstand gestellt werden.
Erster Schützenmeister Erwin Kalb bezeichnete das Fest als einen Riesenerfolg. Unbegreiflich war ihm, dass einige Linien nicht angenommen werden. In Coburg und Kronach seien die Busse voll. Vielleicht liege es an den Parkgebühren in Lichtenfels, die im Gegensatz zu anderen Veranstaltungsorten extrem niedrig seien.
Auch der Gebietsverkaufsleiter der Leikeim-Brauerei, Christian Hoh, zeigte sich mit dem Ergebnis des Schützenfestes zufrieden. Der zusätzliche Tag der Betriebe habe sich bewährt. Auch er appellierte an die Schützenfestbesucher, den preiswerten Busservice in Anspruch zu nehmen. Der Leiter der Stadtwerke, Dietmar Weiß, machte den Vorschlag, künftig nur noch eine Hinfahrt und zwei Rückfahrten durchzuführen, damit die Kosten gesenkt werden.
Für die Polizeiinspektion Lichtenfels zog Jürgen Hagel eine positive Bilanz: "Wir hatten im Umfeld des Schützenfestes nur zwei Trunkenheitsfahrten und keinen Unfall", sagte er und führte dies auch auf den Schützenfest-Express zurück. In diesem Jahr sei verstärkt kontrolliert worden. Insbesondere sei die Parküberwachung erfolgreich gewesen. Eine gute Zusammenarbeit mit der Polizei bescheinigte er dem Sicherheitsdienst.
In diesem Jahr wurden insgesamt 3027 Fahrkarten verkauft und dabei 4812 Euro eingenommen. Das sind 47 Fahrkarten weniger und 47,50 Euro weniger Einnahmen. Die Einnahmen durch Sponsoren betrugen 4228 Euro, 436 Euro weniger als im Vorjahr. Die Einnahmen des Schützenfest-Expresses gesamt beliefen sich auf 9040 Euro, die Ausgaben auf 11 151 Euro, so dass ein Verlust von insgesamt 2110 Euro entstand.