"Wir könnten unsere gesamten Privathaushalte in der Gemeinde mit Strom durch eigene regenerative Energien versorgen", meinte Bürgermeister Bernd Reisenweber (BG) vor geraumer Zeit. Nunmehr sollen zwei neue Photovoltaikanlagen hinzukommen. Das wurde bei der Gemeinderatssitzung beschlossen.

Dem Antrag von Udo Siller, einen Bebauungsplanes "Agrovoltaik an der B 303" aufzustellen, wurde bei einer Gegenstimme des Gemeinderates Reiner Brückner (SPD) stattgegeben. Die gesamte Anlage soll sich über eine Fläche von rund 8,9 Hektar erstrecken. Dem Vorhabenträger soll durch diesen Beschluss Klarheit über das weitere Verhalten der Gemeinde gegeben werden, hieß es im Gemeinderat, damit dieser seine Planungen konkretisieren könne.

Vier Gegenstimmen gab es bei einem weiteren Antrag der Bayernwerk Natur, einen Bebauungsplan für ein "Sondergebiet Photovoltaik am Umspannwerk Ebersdorf" aufzustellen. Dort möchte direkt an der Umspannstation der Bauwerber eine rund 1,8 Hektar große Anlage errichten. Die Grundstücke sind derzeit landwirtschaftlich genutzt.

In beiden Fällen handelt es sich um vorhabenbezogene Bebauungspläne. Das ist ein ergänzendes Planungsinstrument, mit dem für Investoren konkret die Bebauung von Grundstücken ermöglicht werden kann.

Generell hat der Gemeinderat viele Bauanträge auf dem Tisch liegen. 2021 wurden 79 Bauanträge bei der Gemeinde eingereicht, davon 20 für Wohnhäuser und 18 für Um- und Anbauten. Das berichtete Bürgermeister Bernd Reisenweber.

Und von noch weiteren Bebauungsplänen war in der Sitzung die Rede - diesmal von den Nachbarn. So plant die Gemeinde Sonnefeld, ein Offroadgelände zu errichten. Der Ebersdorfer Gemeinderat hatte nichts dagegen.

Aufgrund eines geänderten Geltungsbereiches erging ein erneuter Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "Gewerbegebiet Ebersdorf-West". Der Vorentwurf wurde genehmigt. Somit kann die frühzeitige Unterrichtung der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit erfolgen.

Bürgermeister Bernd Reisenweber teilte außerdem mit, dass waldbauliche Maßnahmen für die Wiederaufforstung in Kleingarnstadt staatlich mit rund 7000 Euro gefördert werden.