Was die aus allen Nähten platzende Kindertageseinrichtung "Haus für Kinder St. Jakobus" angeht, hat der Markt jetzt "Nägel mit Köpfen" gemacht. So seien, wie Bürgermeister Marc Benker (CSU) in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend bekanntgab, nach der Bedarfsanerkennung einer weiteren Gruppe für Krippe, Kindergarten und Hort die notwendigen Maßnahmen für die kurzfristige Erweiterung der Kita ergriffen worden.

Benker zeigte sich dabei für die Übergangslösung sehr dankbar, die auch mit dem Landratsamt Kulmbach abgesprochen worden sei. "Der Hort konnte bereits ab dem 1. September dank des Engagements der Kita-Leitung und der Mitarbeiter weitere Kinder aufnehmen, da die Turnhalle vorübergehend mit als Raum für den Hort genutzt wird." Für die Kinderkrippe sei daneben beschlossen worden, Container auf dem Festplatz unmittelbar neben der Kita aufzustellen, hier würden ab November die bisherige Krippengruppe sowie eine neue Krippe untergebracht. Der Hort werde anschließend von der Turnhalle in die bestehenden Krippenräume umziehen und dort sein Domizil aufschlagen.

Für eine zweite Kindergartengruppe sah der Bürgermeister aktuell noch keinen Handlungsbedarf, sie werde aber langfristig bei den bevorstehenden Planungen mit berücksichtigt. "Entweder wird das bestehende Gebäude erweitert oder es gibt einen Neubau." Andere Lösungen sind nach den Worten Benkers nicht vorstellbar.

Keine Einwände erhob der Marktgemeinderat gegen die Bauleitplanung der Nachbargemeinde Stammbach, die zwei Photovoltaik-Anlagen bei Förstenreuth und Weikenreuth ausweisen will. Marc Benker gab dazu zwar seine persönliche ablehnende Meinung bekannt, doch im Rahmen des "kommunalen Friedens" werde sich der Marktgemeinderat nicht einmischen.

Gegen weiteren Wildwuchs

Hans Tischhöfer (FW) sah es ähnlich und sprach von einem zunehmenden "Wildwuchs" an Photovoltaik-Anlagen in der Natur. Er hielt es vielmehr für notwendig, dass der Staat hier eingreifen und nach gemeinsamen Lösungen suchen muss.

Ulrich Reinhardt (CSU) hielt die Anlagen wie bisher in unmittelbarer Nähe der Autobahn und an Eisenbahnanlagen für sinnvoll und zulässig.

Das Ferienprogramm 2021 für die Kinder der Marktgemeinde war zwar coronabedingt gegenüber den Vorjahren etwas abgespeckt, aber dennoch berichtete der Bürgermeister von zehn lokalen Veranstaltungen mit 98 Teilnehmern und 24 Betreuern. Der "Renner" sei das Programm des örtlichen Bauernverbands gewesen.

Marc Benker berichtete noch von den Veranstaltungen am Goldbergsee. Als herausragend bezeichnete er das Konzert mit dem Festspielchor, zu dem die Freunde der Richard-Wagner-Festspiele eingeladen hatten. Dazu gab Benker auch ein Schreiben des Freundeskreises bekannt, der sich bei der Marktgemeinde und den beteiligten Vereinen für die großartige Unterstützung bedankte und für das kommende Jahr am 9. August eine Wiederholung ankündigte.

Hier regte Ulrich Reinhardt an, den Bürgern der Marktgemeinde den Besuch der Generalprobe kostenlos zu ermöglichen. Hans Tischhöfer bat darum, die Wasserwacht bei derartigen Veranstaltungen künftig frühzeitiger einzubinden.