Zum Leserbrief "Heimatvereins-Vorstand will sich aus der Politik heraushalten" von Reinhard Grasse im FT vom 22. September erreichte uns folgende Erwiderung: Die einmalige Landschaft am Häckersteig ist nicht nur eine intakte Kulturlandschaft, sondern auch für viele Tier- und Pflanzenarten das letzte Rückzugsgebiet in diesem Bereich. Eine Anmaßung ist es, einem Vorstandsmitglied des Heimatvereins zu verbieten, sich für eine intakte Natur und die Erhaltung dieser kostbaren Terrassenlandschaft einzusetzen. Der Unterzeichner macht damit klar, dass er diese elementare Aufgabe des Heimatschutzes engagiert wahrnimmt. Bei dem gemeinsamen Schreiben der fünf naturverbundenen Vereine, deren parteipolitische Unabhängigkeit belegt ist, besteht also kein Verdacht, sich politisch einzumischen zu wollen. Es geht hier vielmehr um dem den Schutz unserer Heimat und der Natur.

Wie kann man anderen einen übermäßigen Flächenverbrauch vorwerfen, wenn man selbst im Glashaus sitzt? Man sollte sich doch erst einmal selbst an die eigene Nase fassen und vor der eigenen Haustür kehren!

Herr Grasse ist selbst Mitglied der Jungen Liste in Höchstadt er hätte schon des Öfteren die Möglichkeit gehabt, politischen Einfluss zu nehmen, wenn er nur gewollt hätte. Ich denke hier nur an die Ausweisung von Gewerbegebieten, den Zustand unserer Straßen in der Altstadt und die offensichtliche Beförderung des Niedergangs der Innenstadt durch die Ausweisung eines großen Einkaufszentrums.

Es kann nicht sein, dass Eigenwohl vor Gemeinwohl geht. Dies haben schon die Väter unseres Grundgesetzes nicht gewollt.

Christoph Reuß

91315 Höchstadt