Seit zwei Jahren ist die Brücke zur Insel im Rathausweiher in Tretzendorf aus Sicherheitsgründen gesperrt. Das soll sich ändern. Der Bauausschuss beschloss, die Brücke zu erneuern, und zwar in der bisherigen Form.
Im Rahmen der Dorferneuerung wurde 1998 die Brücke zur Weiherinsel errichtet. Brücke wie Insel erfreuten sich großer Beliebtheit - bei Brautpaaren für das Fotoshooting ebenso wie bei den Grundschülern als Leseinsel oder anderen Ruhesuchenden. Da die Brücke vollständig aus Fichtenholz errichtet wurde, nagte der Zahn der Zeit relativ schnell daran. Damit niemand Schaden nimmt, wurde sie vor zwei Jahren gesperrt.


Drei Möglichkeiten

Der Bauausschuss des Gemeinderates besichtigte zu Beginn seiner Sitzung am Donnerstag den Rathausweiher und kam überein, die Brücke auf jeden Fall zu erneuern. Drei Varianten hatte die Verwaltung vorgelegt: einen Damm zur Insel zu schütten, eine gerade, oder wieder eine gebogte (bogenförmig geschnittene) Brücke - diesmal in Metallkonstruktion, mit Geländer aus Eichenbrettern.
Der Damm schied für die Ausschuss-Mitglieder aus, weil er das gesamte Ambiente verändern würde, außerdem müsste die Böschung regelmäßig gepflegt werden. 18 000 Euro würde eine gerade Brücke kosten, die Ratsmitglieder und Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) waren sich einig, dass die gebogte Variante, wie bisher, einen Aufpreis von 3000 Euro wert ist. Die Verwaltung wurde beauftragt, entsprechende Angebote einzuholen.
Auf Antrag von Wolfgang Albert inspizierte der Bauausschuss die Aurach vom Rathauspark bis zum Damm des Dorfsees, der den Abschluss der Tretzendorfer Weiherkette darstellt. Albert hatte beobachtet, dass durch das Ablassen der Weiher mehr und mehr Schlamm in die Aurach geschwemmt wird, die mittlerweile an vielen Stellen schon sehr zugewachsen ist. So nimmt sie auch weniger Wasser auf und die Hochwassergefahr für die Anlieger steigt, so Wolfgang Albert.


Plan datiert aus dem Jahr 2008

Bürgermeister Sechser erklärte dazu, dass es für das Ablassen der Weiher Auflagen gibt, auch sei die Bürgerspitalstiftung Bamberg als Eigentümer der Weiher dazu verpflichtet, unterhalb des Auslaufs Schlamm aus der Aurach zu entfernen, der von den Weihern eingetragen wird. 2008 sei die Renaturierung der Aurach geplant gewesen, leider habe die Teilnehmergemeinschaft damals die Planungen nicht mittragen können. Er habe nun in der Teilnehmergemeinschafts-Versammlung angeregt, die Renaturierung neu anzugehen. Hier müssten der Gewässer-entwicklungsplan, das neue Hochwasserschutzkonzept und die Dorferneuerungsaspekte zusammenwirken, wünschte er sich. Und natürlich spielten auch die Weiher und deren Eigentümer eine wichtige Rolle.
Verschiedene Bauanträge und Bauvoranfragen wurden positiv bewertet. Auch die gemeindliche Teerfläche vor einem Anwesen in der Friedhofsstraße in Kirchaich wird ausgebessert. Die Anwohner hatten Klage geführt, dass sich hier bei Regen große Pfützen bilden. red