Mit dem Frühlingsbeginn erwachen auch die ersten Igel aus ihrem Winterschlaf. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) ruft alle Naturfreunde dazu auf, ihre Igel-Beobachtungen dem Naturschutzverband online zu melden, um noch mehr über den heimischen Gartenbewohner herauszufinden. Seit 2015 sammeln die Naturschützer Daten von lebendigen und toten Igeln für das LBV-Bürgerforscher-Projekt "Igel in Bayern", schreibt der LBV in einer Pressemitteilung.

Das Jahr 2021 soll nun weitere wertvolle Daten liefern, um konkrete Schutzmaßnahmen für den Igel zu entwickeln. Mitmachen ist ganz einfach: jeden lebendigen oder toten Igel unter www.igel-in-bayern.de oder über die App "Igel in Bayern" melden.

Erste Meldungen umherwandernder Igel auf Nahrungssuche haben den LBV bereits erreicht. Oft muss der Igel dabei gefährliche Straßen überqueren und wird häufig von Autos überfahren. "Wir bitten deshalb alle Autofahrer an die hungrigen Winterschläfer zu denken und langsamer und auf Sicht zu fahren, und das vor allem in der Dämmerung und nachts", sagt LBV-Igelexpertin Angelika Nelson. Wer dem Igel helfen möchte, kann ihm jetzt eine Schale Wasser bereitstellen: "Das Erste, was Igel nach dem Winterschlaf haben, ist Durst." "Bei der Pflege verletzter oder kranker Igel bietet sich hochwertiges Katzenfutter als beste Alternative an", sagt Angelika Nelson. Weitere Infos gibt es am LBV-Naturtelefon (Tel.: 09174/ 477 550 00). red