Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat in der jüngsten Sitzung die neue Geschäftsordnung für den Markt Geroda. Stellvertretender Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Karlheinz Schmitt erläuterte dem Gremium die Änderungen zur vorausgegangenen Geschäftsordnung. Erste Ideen gibt es unterdessen aus den Arbeitsgruppen zum Thema Dorferneuerung.

Bei der Geschäftsordnung wurde unter anderem der finanzielle Handlungsrahmen des 1. Bürgermeisters von bisher 3000 Euro auf 4000 Euro erhöht. Ebenso angehoben wurden die Beträge bei Erlass, Niederschlagung, Stundung und Aussetzung der Vollziehung von Abgaben. Entscheidungen über überplan- und außerplanmäßige Ausgaben kann der Bürgermeister jetzt bis 2000 Euro fällen. Bisher waren es 1500 Euro.

25 Euro Sitzungsgeld

Des Weiteren wurde beschlossen, die Niederschrift der vorangegangenen nichtöffentlichen Sitzung zu Beginn der folgenden zu verlesen (an die Wand projektiert). Die Änderungen der neuen Geschäftsordnung entsprechen dem Vorschlag des Bayerischen Gemeindetags und seien moderat umgesetzt worden, sagte Schmittt.

Erlassen wurde auch die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechtes. Zwei Änderungen wurden hier vorgenommen. So erhalten die ehrenamtlichen Gemeinderatsmitglieder jetzt 25 Euro Sitzungsgeld. Der Anspruch von Arbeitnehmern auf Verdienstausfall wurde von zehn auf 15 Euro je volle Stunde erhöht.

Schilderfrage

Nach vorausgegangener Ortseinsicht entschied sich das Gremium dazu, das Sackgassenschild sowie das Zone-30-Schild für die Straße Bockshecke beim Schindelhaus in Höhe des Stromkastens anzubringen.

Ein Hinweisschild auf die Tankstelle in Geroda, wie Inhaber Uwe Sellner beantragt hatte, wird es nicht geben. Denn wenn eine Tankstelle klar zu erkennen ist, sei dies laut Landratsamt Bad Kissingen nicht möglich, sagte Bürgermeister Alexander Schneider.

Gewerbegebiet "Am Sportplatz"

Einstimmig entschied sich das Gremium für den Aufstellungsbeschluss für das Gewerbegebiet "Am Sportplatz". Es mache keinen Sinn zu warten, bis Nachfragen kämen. Steht die Fläche zur Verfügung, könne schneller reagiert werden, sagte Bürgermeister Alexander Schneider.

Die Marktgemeinde geht jetzt in die Vorbereitungsplanung zur Dorferneuerung der beiden Ortschaften Geroda und Platz. Die Kosten dafür bezifferte Schneider mit 21 580 Euro.

Die verschiedenen Arbeitsgruppen informierten in der Sitzung über ihre bisherigen Ergebnisse. Laut Ingo Fechner (Tourismus, Selbstdarstellung) wurde vorgeschlagen, einen Wohnmobilstellplatz einzurichten. Eine mögliche Umsetzung soll geprüft werden. Weiter sollte das Dorf mit vielen kleinen Events vermarktet werden. Als Beispiele führte er Trekking mit Übernachtungsmöglichkeiten im Wald oder Feldscheunen an.

Fred Hilsdorf (Dorfgemeinschaftshaus) sagte, dass ähnliche Projekte zunächst begutachtet werden sollten, um eine bessere Vorstellung über die Aufteilung der Funktionsräume zu bekommen.

Schwieriges Thema: Wohnraum

"Schwieriges Thema" sei das Projekt Schaffen von Wohnraum, sagte Ralf Regus. Die Pläne müssten noch aktualisiert werden, um Leerstände und anderes zu erfassen. Bürgermeister Alexander Schneider (Gewerbe) informierte, dass Gewerbetreibende in der Marktgemeinde angeschrieben werden, ob Bedarf bestehe. Dann könne die Gemeinde entsprechend reagieren.

Bürger können sich beteiligen

Insgesamt seien alle Arbeitsgruppen gut besucht gewesen, sagte Schneider. Weiterhin seien Bürger willkommen, sich aktiv an der Gruppenarbeit zu beteiligen.

Einig waren sich die Räte, dass die Jugendlichen in der Marktgemeinde wieder die Möglichkeit haben sollten, sich in den Jugendzentren zu treffen. Gemeinderat Florian Heck hatte ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet. Die Einhaltung der Regeln wird sporadisch überprüft werden, hieß es in der Sitzung.