Bei einem kleinen Festakt unter der musikalischen Einstimmung des Schulorchesters begrüßte der Schulleiter der Herzog-Otto-Mittelschule, Wolfgang Fischer, zahlreiche Eltern anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Offenen Ganztagsschule zu einem Informationsnachmittag.

Bereits seit dem Schuljahr 2009/2010 gibt es an der Herzog-Otto-Mittelschule die Möglichkeit einer ganztägigen Betreuung der Schüler. Gewährleistet wird dabei eine ganzheitliche qualifizierte Betreuung durch Sozialpädagogen und Erzieher des evangelisch-lutherischen Dekanats Michelau als Kooperationspartner. Die momentan 38 Schüler werden von Agnes Otta, Carola Hirle und Anette Teubner betreut.

Die Mitarbeiterinnen führten die Interessierten durch die Räume und erläuterten die Intention und den Tagesablauf der Offenen Ganztagesschule. Betreuungsschwerpunkte seien dabei Mittagsessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung.

Grundlage der pädagogischen Arbeit sei es, die Kinder in ihrer körperlichen, geistigen und emotionalen Entwicklung zu fördern. Die Offene Ganztagsschule stelle dabei keine Verlängerung der Schulzeit dar, sondern verstehe sich als familienergänzendes Hilfsangebot, das sowohl schulisch-fachliche als auch psychosoziale Aspekte berücksichtige. Als Vorteil für die Schüler ergebe sich ein strukturierter Tagesablauf, eine Unterstützung bei der Erledigung der schulischen Aufgaben, eine Anregung zu sinnvoller Freizeitgestaltung und die Erfahrung eines guten sozialen Miteinanders, während die Eltern durch dies Unterstützung entlastet würden.

Ausgleich zum Unterricht

Einen wichtigen Ausgleich zum Schulunterricht und der Hausaufgaben schaffen Freizeitangebote. Im Vordergrund stehen dabei Aktivitäten im Freien und in der Turnhalle, kreatives Gestalten, Musikworkshops, Billard oder Kicker. Wer ruhebedürftig ist, kann sich in den Chillraum zurückziehen. Zusätzlich sorgen Projekte im Freizeitbereich für Abwechslung, von denen mehrere in Form von Bilderfolgen an den Wänden des Aufenthaltsraumes präsentiert wurden. Darunter befanden sich die Bereiche Sport (Turnen, Fußball), Fitness (Nutzung der Geräte im Fitnessraum der Schule), Selbstverteidigung, Hygiene, Experimente, Ausflüge (Tierheim, Weidenlabyrinth, Wald) und Basteln (Vogelhäuschen).

Unter dem Motto "Hand in Hand mit beeinträchtigten Menschen" werden im Sinne von gelebter Inklusion auch Kontakte zu Kindern und Jugendlichen der St.-Katharina-Schule und der Tagesstätte St. Anna gepflegt.

Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner hob hervor, dass die Offene Ganztagsschule mit den drei Säulen Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung eine wichtige Ergänzung des schulischen Profils darstellt, und dankte dem dreiköpfigen Team für seine engagierte Arbeit.

Auch die beiden Leiter der Schulkindbetreuung im evangelisch-lutherischen Dekanat Michelau, Martin Pietz und Andreas Förster, würdigten die Leistung der drei Betreuerinnen, die die Kinder und Jugendlichen in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung begleitet und gefördert hätten.