Sigismund von Dobschütz

In den vergangenen Jahren stand die notwendig gewordene Erweiterung der Erdaushubdeponie in Steinach schon mehrere Male auf der Tagesordnung. Doch zunächst musste der Bestand rekultiviert werden. Nun beriet der Bad Bockleter Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung über die erneute Antragstellung zur Deponie-Erweiterung. In ihrem Sachvortrag berichtete Landschaftsarchitektin Miriam Glanz (Planungsbüro Glanz, Leutershausen) über die Ergebnisse bisheriger Untersuchungen und Einzelheiten zur weiteren Planung. Danach soll die Deponie in nordwestlicher Richtung zum Warrbachgraben auf einer Fläche von etwa 4000 Quadratmetern erweitert werden. Mit einem Füllvolumen von 50 000 Kubikmetern kann die Deponie-Erweiterung nach Schätzung der Expertin den Bauherren und Einwohnern im Gemeindegebiet Bad Bocklet für die kommenden acht bis zehn Jahre die ortsnahe Entsorgung unbelasteten Erdaushubs ermöglichen.

Refinanzierung durch Gebühren

Die Kosten der Erweiterung werden auf 250 000 Euro geschätzt. Diese Summe wird von der Marktgemeinde im Laufe kommender Jahre schrittweise gezahlt. Die Refinanzierung erfolgt dann durch die von den Nutzern zu erhebenden Gebühren. Der Gemeinderat genehmigte die vorgelegte Planung einstimmig und erteilte dem Bauvorhaben ebenfalls einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Die Erteilung der endgültigen Baugenehmigung muss durch das Landratsamt als zuständige Genehmigungsbehörde erfolgen.