Als die Kirchweihburschen den "Kerwabam" unter dem Kommando von Feuerwehrkommandant Roland Sebald mit Hauruck in die Senkrechte stemmten, war dieser am Ende nur wenige Meter höher als die danebenstehende Eberesche. "Fleißig gießen, wächst noch", dachte sich wohl "Altkerwasbu" Walter Seliger und goss mit seiner Blechkanne zum Spaß der zahlreichen Kirchweihgäste frisches Wasser in die Grube.

Nun starteten die Mädchen und Burschen, angeführt von den Fränkischen Musikanten, zum "Rumspieln". Dabei wurde auch die Feuerschau durchgeführt: ein Brauch, der im Markt Wiesenttal nur noch in Engelhardsberg gepflegt wird. Der Schlotfeger - heuer Johannes Wolf - überprüfte die offenen Feuerstellen in Haus und Hof, ob auch die feuerpolizeilichen Vorschriften eingehalten werden. Für den verantwortungsvollen Dienst gibt es von der Hausfrau Naturalien oder Bares. Beim Betzentanz hatte das Pärchen Elena Pförtner und David Beyer den Blumenstrauß in der Hand, als der Wecker schellte. Das Kirchweihtreiben hatte mit einem Fußballspiel Engelhardsberg gegen die Wiesenttaler Gemeindeteile links des Flusses (Birkenreuth, Trainmeusel, Wohlmannsgesees) begonnen. Das Match gewann Engelhardsberg in einem spannenden Elfmeterschießen. Das Tauziehen zum Kirchweihausklang lockte 300 Zuschauer an. Acht Mannschaften mit je vier Männern maßen am Seil ihre Kräfte. Stefan Rosenberger feuerte als "Stadionsprecher" die "Kraftbolzen" an. Die Mannschaft aus Rüssenbach siegte. hl