Der Gemeinderat Neuenmarkt hat in seiner Schlusssitzung bereits den ersten Großauftrag für das kommende Frühjahr erteilt: Die Firma Günther-Bau aus Stadtsteinach wird für rund 930 000 Euro die Laubenstraße von der Einmündung an der Staatsstraße bis zur Bushalle Merkel vollkommen neu ausbauen und dabei auch einen Gehweg anlegen. Für die Grundstücksanlieger hatte Bürgermeister Siegfried Decker (NG) eine erfreuliche Nachricht: "Sie brauchen keine Straßenausbaubeiträge entrichten. Die hat der Bayerische Landtag per Gesetz abgeschafft." Mit der Straßenbaumaßnahme soll am 16. März begonnen werden; die Fertigstellung ist für September geplant.

Bürgermeister Siegfried Decker ließ nicht unerwähnt, dass für die Maßnahme zunächst rund eine halbe Million Euro an Straßenausbaubeiträgen im Haushalt vorgesehen war. Jetzt erfolgt die Finanzierung komplett aus den allgemeinen Haushaltsmitteln der Gemeinde Neuenmarkt. Wie Decker berichtete, erhält die Gemeinde für den Wegfall der Straßenausbaubeiträge lediglich eine "bescheidene pauschale Zuweisung" von 14 281 Euro. Mit der Firma Günther-Bau wurde der Auftrag an die Firma vergeben werden, die bereits die Verlegung des neuen Abwasserkanals in der Laubenstraße vorgenommen hat, so Decker.

Ob die bestehende Straßenbeleuchtung gegen 11 neue LED-Energiesparleuchten ersetzt wird, soll noch vom Gemeinderat entschieden werden. Hier geht es um Kosten von rund 26 800 Euro. Die Gemeinde wird aber Leerrohre für eine Glasfaserversorgung auf eigene Kosten im Zuge der Straßenbauarbeiten verlegen lassen. Für Bürgermeister Decker ist das Vorgehen eigentlich unverständlich, weil es keine Aufgabe der Gemeinde sei: "Wir unterstützen deshalb die Forderung des Bayerischen Gemeindetages, die Telekom per Gesetz zum flächendeckenden Glasfaserausbau zu verpflichten." Hintergrund ist, dass sich die Telekom immer öfter weigert, Glasfaserausbaumaßnahmen in ländlichen Gebieten vorzunehmen.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Laubenstraße gab Bürgermeister Decker auch bekannt, dass für die Kreisstraße KU 21 im Bereich der freien Strecke zwischen See und Hegnabrunn im kommenden Jahr eine neue Straßendecke geplant ist. Die Arbeiten sollen von Juni bis August erfolgen, es wird eine Vollsperrung von einer Woche nötig.

Dem geplanten Neubau einer integrierten Arbeitslandschaft mit Werkstatt und Förderstätte im Gewerbegebiet "Wirsberger Straße" steht für das Jahr 2021 nichts mehr im Wege. Wie Bürgermeister Decker berichtete, entspricht der vorgelegte Entwurf des Büros Högner aus Neuendettelsau den Festsetzungen des geänderten Bebauungsplanes. Die Erschließung des Baugrundstückes wird in Kürze ausgeschrieben.