Etliche Generationen von Kindern begleitete Elfriede Rüger in 42 Jahren in der evangelisch-lutherischen Kindertagesstätte Weisendorf ins Leben. Am Montag wurde die langjährige und beliebte Erzieherin von Kindern, Kolleginnen, Elternbeirat und Pfarrer Wilfried Lechner-Schmidt verabschiedet.

Viele Weisendorfer Kinder und auch viele Erzieherinnen hat sie seit 1978 miterlebt, und sie war ein Bindeglied zwischen Kirchengemeinde und Kindertagesstätte, was Pfarrer Wilfried Lechner-Schmidt in seiner Abschiedsrede besonders hervorhob.

"In all den Jahren hast du viel Einsatz gebracht und warst Mitgestalterin der sich immer wieder wandelnden Pädagogik", bedankte sich Kindergartenleiterin Astrid Ochs. "Mittlerweile bringen schon ehemalige Kindergartenkinder ihren Nachwuchs hierher und alle haben sich immer gefreut, dich wieder anzutreffen", fügte sie hinzu.

Die Stärken sehen

Mit der Eröffnung des neu gebauten Kindergartens hat Elfriede Rüger in der Einrichtung begonnen und die verschiedensten Phasen der Einrichtung miterlebt, vom zweigruppigen Kindergarten bis hin zur fünfgruppigen Einrichtung mit Krippe, altersgemischter Gruppe und Kindergarten.

Für die Erzieherin sei es immer wichtig gewesen, einen guten Kontakt zu Familien und Kindern zu haben. Sie habe die Kinder stets so angenommen, wie sie sind, und habe die Stärken der einzelnen Kinder gesehen, betonte die Leiterin. Gerne sei sie mit ihren Schützlingen in die Natur gegangen, habe Waldtag veranstaltet, neue Ideen sowie Anregungen eingebracht und Bewegungsräume gestaltet.

Natürlich wurde bei der Abschiedsfeier viel gesungen, so "Einfach spitze, dass du da warst", und zum Abschied sangen die Kinder "Viel Glück und viel Segen". Die Kinder der "Grünen Gruppe" überreichten persönliche Geschenke, eingepackt in viele gute Wünsche. Auch die "Blaue Gruppe" hatte ein Abschiedsgeschenk vorbereitet, eine CD mit Liedern der Kindergartenzeit und dem dazu passenden Liederbuch mit vielen Bildern. Außerdem gestalteten die Kindergartenkinder ein Geschenkbuch, in dem sich auch ehemalige Kinder verewigt hatten. Die Zweite Vorsitzende des Elternbeirats, Nora Wendel, überreichte es ebenfalls mit vielen Dankesworten und guten Wünschen.

Es sei eine so gute Zeit mit vielen schönen Begegnungen gewesen, sie habe jeden Tag genossen und sei einfach nur dankbar, gestand Elfriede Rüger. "Die Kinder waren immer Ansporn und Motivation für mich", blickte die angehende Rentnerin auf ein erfülltes Berufsleben zurück.