Es ist ein Ausflug in die Romantik von Deutschland, zu den Dichtern und Philosophen und zur Wissenschaft. Zu verträumten Gassen und Winkeln, zu Studentenkne...
Es ist ein Ausflug in die Romantik von Deutschland, zu den Dichtern und Philosophen und zur Wissenschaft. Zu verträumten Gassen und Winkeln, zu Studentenkneipen, zur Jesuitenkirche und zur ältesten Universität der Republik, wo etwa 40 000 Kommilitonen geistig tätig sind. Der Neckar fließt in ruhigen Bahnen an der weltbekannten Schlossruine vorbei, mündet nach 23 Kilometern in den Rhein. Heidelberg war in diesem Jahr das Ziel des Schaffranek-Expresses mit Stadtbummel, Schifffahrt und Wanderung zur Benediktiner-Abtei Stift Neuenberg.
Über 300 Kulmbacher und Gäste aus der umliegenden Region verbrachten einen wunderbaren Tag: Abwechslungsreich, lehrreich und auch entspannend. Sieben Busse starteten in
Kulmbach. Auf dem Motorschiff "Königin Silvia" ging es auf dem Neckar drei Stunden lang an spitzgiebeligen Häusern, Türmen und Ruinen vorbei. Man legte die Beine hoch, ruhte in sich oder war in anregende Gespräche vertieft. Das Kulmbacher Bierfest in der anderen Umgebung war ein Thema, oder dass die Bierstadt eine Uni-Stadt werden soll.
Wieder an Land zurück war der Spaziergang durch die Heidelberger Altstadt eine Offenbarung. Gästeführer Hans nannte sie ein mystisches Geheimnis, hier trafen Glaubensrichtungen und Herrscherdynastien, immer von den nahen Franzosen beäugt, aufeinander. Einige der Reisenden zeigten eine Menge Kondition: Bei 36 Grad Celsius im Schatten nahmen sie den Höhenweg der "Neuenheimer Schweiz" mit bester Aussicht ins Neckartal in Angriff.
Wie nicht anders erwartet, wurden die Reiselustigen vom Schaffranek-Team mit 13 Mitarbeitern einschließlich des Chefs, Stefan Schaffranek, umfassend betreut - ob es nun die sechsjährige Mia war oder die über 85-jährige Oma. Am Dienstag, 19. September, gibt es den gleichen Trip noch einmal, wenig freie Plätze sind noch vorhanden.
Ein solches Zusammensein ist auch immer ein Treffpunkt für Jung und Alt, man kennt sich, es hat fast Familiencharakter. Egal ob es die Dornheims aus Marienweiher sind, die Roßmeisels aus der Blaich oder bunte Gruppen bis zu zwölf Personen. Einer wie der Kulmbacher Hartmut Rick, der lange Zeit in München und der Schweiz lebte, sagte: "Ich mag diese Tagesfahrt, bin im nächsten Jahr wieder dabei."
Horst Wunner