Michael Busch Das Prinzip ist einfach. Schritt 1: Kugel und Wunschkarte nehmen. Schritt 2: Den Wunsch auf die Karte schreiben. Schritt 3: Beides an den Wunschbaum hängen. Und Schritt 4: Spende nach Wahl entrichten.

Der Herzogenauracher Hausherr der Sparkasse, Roland Stopfer, freut sich zusammen mit dem Sparkassenchef Johannes von Hebel, dass man nun zum vierten Mal diese Spendenaktion begleitet. Zum einen natürlich mit einem anständigen Geldbetrag, zum anderen mit der Möglichkeit, im Schalterraum diese Spenden zu sammeln. Initiiert wird diese Aktion, ebenfalls seit vier Jahren, aber vom Rotary Club Herzogenaurach. Deren Präsident Marko Dörsch betonte, dass die Entscheidung im Vorstand des Rotary Club klar war: "Wir haben uns einstimmig dafür entschieden, dass wir mit dieser Aktion wieder der Lebenshilfe Herzogenaurach helfen wollen."

Lifter soll es geben

Der Ortsverband Herzogenaurach, der 2001 gegründet wurde und derzeit 44 Mitglieder hat, weiß um die Bedeutung der Lebenshilfe. "Uns freut vor allem, dass das Geld ohne Verwaltungsaufwand den Menschen in der Lebenshilfe zugutekommt." Sowohl die zu Betreuenden, als auch die Betreuer profitieren von den Spenden.

Vorstand Josef Hennemann erklärt, dass es zum Beispiel einen sogenannten Lifter geben soll. "Mit diesen können die Mitarbeiter ohne große Kraftanstrengung die Betreuten zum Beispiel aus dem Bett heben." Hilfe für Helfende, gerade in den heutigen Zeiten sei dies wichtig. Es erleichtere aber nicht nur die Arbeit der Mitarbeiter, "die Bewohner sind ebenfalls glücklich, weil es eine schonende Art der Bewegung ist".

Sparkassenchef Johannes von Hebel betont, dass sein Unternehmen gerne an dieser Stelle helfe. "Es ist eine lobenswerte und wichtige Arbeit, die Sie hier tätigen."

Überraschend sei, dass trotz der Coronazeit und den daraus in vielen Bereichen resultierenden finanziellen Einbußen, die Spendenbereitschaft sehr hoch sei. "Wir haben jetzt Spenden von größeren Unternehmen, aber auch Privatleuten, die einen ersten Grundstock gelegt haben." 8000 Euro seien bereits zusammen und nun kommen noch die Spenden der Aktion dazu. "Wir haben heute schon mehr als im vergangenen Jahr", sagt Stopfer. Offensichtlich ist es ein Vorurteil, dass in der Not jeder nur an sich selbst denke. Jede Kugel, die nun am Weihnachtsbaum angebracht werden wird, ist ein gutes Zeichen. "Der Baum und die Möglichkeit, eine Spende zu geben, wird bis in die erste Januarwoche Bestand haben", erklärt Stopfer.

Schirmherr ist der Bundestagsabgeordnete Stefan Müller, der glücklich darüber ist, dass die Lebenshilfe unterstützt wird. "Ich war selber eine Zeit lang ehrenamtlicher Vorsitzender der Lebenshilfe, ich weiß um deren wichtige Arbeit", erklärt er den Initiatoren dieser Aktion. "Das Geld ist dort gut angelegt!" Gerade heute sei dies wichtig, da die Anforderungen nicht leichter geworden sein. Ohne Spenden sind viele Arbeiten in diesen Einrichtungen nicht möglich.