"Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit." Mit diesem Kirchenlied von Paul Gerhardt hätte die Segnung der kleinen Kapelle "An der Weinleite" an einem herrlichen Sommerabend hoch über Ködnitz keine bessere Begleitung finden können. Viele Ködnitzer wohnten der Segnung ihrer Kapelle bei.

Wie so oft in der über 700-jährigen Geschichte von Ködnitz war es wieder ein Gemeinschaftswerk, das unter der Leitung des Zweiten Bürgermeisters Heinz Mösch auf die Beine gestellt wurde. Den Segen gaben Stadtpfarrer Hans Roppelt, Kulmbach, und Pfarrer Peter Ahrens, Trebgast.

Mösch legte bei seinen Worten darauf Wert, dass es sich um eine ökumenische Kapelle handelt: "Wir sind da in Ködnitz schon einen Schritt voraus."

Die Idee, eine Kapelle zu bauen, ist im Wirtshaus geboren worden, wie Heinz Mösch berichtete. "Wir haben uns in den Gesprächen immer wieder geärgert, dass wir in Ködnitz keine kirchliche Einrichtung haben." Alles lief in Eigenleistung. Im Juni 2019 begann der Bau. 32 Personen engagierten sich, und dabei wurden 645 Arbeitsstunden geleistet.

Bürgermeisterin Anita Sack sprach von einem Juwel für alle. Landrat Klaus Peter Söllner hält den Bau der Kapelle dafür geeignet, eine Gemeinschaft und ein Dorf zu stärken.