Weißstörchesollen sich schon bald in Niederfüllbach niederlassen. Zumindest hofft das die Dorfgemeinschaft, die am südlichen Ortsausgang, unweit der B 4, einen zehn Meter hohen Pfahl mit Nisthilfe aufgestellt.

Der Gemeinderat stellte 4500 Euro zur Verfügung, der Rest war Eigenleistung zahlreicher Niederfüllbacher. Der Korb steht auf einen Lärchenstamm, der im Wald der Niederfüllbacher Stiftung in der Nähe des Leopoldsbrunnens geschlagen wurde und vom Bauhof entrindet und geflammt wurde. Das soll den Specht abhalten, Löcher in den Pfahl zu klopfen. An einem Ende des Stammes wurde der Korb mit einem Durchmessen von 1,50 Meter montiert. Er ist für eine Traglast von rund 800 Kilogramm ausgelegt, da die Äste, die die Störche für den Nestbau sammeln, einiges Gewicht auf die Waage bringen.

Bereits im Herbst hatte sich der Gemeinderat mit der Idee befasst, einen Storchenhorst in Niederfüllbach aufzustellen. Denn der Weißstorch ist immer noch als selten einzustufen, wie Bürgermeister Bastian Büttner betonte. Allerdings war es gar nicht so einfach, einen passenden Standort zu finden. Mit Hilfe des Storchenbeauftragten Hans Schönecker vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) gelang auch das.

Damit gibt es nun 18 Storchenhorste im Landkreis, wie Werner Hellwig sagte, stellvertretender Storchenbeauftragter des LBV. Er bezeichnete den Standort als ideal, denn der Storch sei ein Kulturfolger und wolle Leben um sich haben. Die Bundesstraße und der Fahrradweg unmittelbar nebenan würden ihn nicht stören. Die Itzwiesen auf der anderen Seite der B 4 bieten eine gute Grundlage für die Nahrungssuche. Hellwig zeigte sich zuversichtlich, dass der Horst schnell von einem Storchenpaar entdeckt wird, das vielleicht schon nächstes Jahr in Niederfüllbach brütet. Das könne die Zahl der Gemeindebürger steigern, witzelte Norbert Tessmer, Vorsitzender der Niederfüllbacher Stiftung, die den Stamm spendiert hatte. mst