Katharina Müller-Sanke In Kulmbach gibt es seit langem eine sehr aktive Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International und sogar eine Unesco-Projektkita: den Paul-Gerhardt-Kindergarten. Beide haben anlässlich der Interkulturellen Woche ein gemeinsames Projekt auf die Beine gestellt.

An den Baum der Menschenrechte im Grünzug haben die Jungen und Mädchen gestern Scheiben befestigt, auf die die Menschenrechte aufgedruckt waren. Auch bunt behangene Rettungsringe zieren künftig den Baum. Sie sind Mahnmal dafür, wie viele Menschen weltweit Hilfe benötigen.

Monika Hoffmann vom Paul-Gerhardt-Kindergarten erklärte, wie die Kleinen die Menschenrechte schon im Kindergarten umsetzen und verinnerlichen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Würde jedes Einzelnen, die Gleichheit vor dem Gesetz und vieles mehr lernten die Kinder so schon von Anfang an.

Konflikte ruhig lösen

Auch eine friedliche und gewaltfreie Kommunikation ist dem Kindergarten wichtig. Die Jungen und Mädchen lernen, Konflikte ruhig zu lösen. Um die Menschenrechte sichtbar zu machen, hatten sie Scheiben gebastelt und mit jeweils einem Menschenrecht versehen.

Mit dem Lied "Lass die Kinder Kinder sein" besiegelten sie ihre Botschaft: Alle Kinder der Welt sollten die gleichen Rechte haben. Dass wir davon weit entfernt sind, daraus machten die Veranstalter keinen Hehl. Doch wenn jeder ein bisschen tue, sei schon viel erreicht.

Kulmbach sandte gestern ein wichtiges und sichtbares Zeichen.