Nach einer längeren Pause meldet sich in wenigen Wochen die Theatergruppe Nurn wieder zurück. So steht an vier März-Tagen der Schwank "Der Tyrann" auf dem Programm. Wie es das Publikum von der Nurner Laienspielgruppe bisher gewohnt war, so wird auch diesmal herzhaftes Lachen im Mittelpunkt der vier Abende stehen und es auf der Bühne recht turbulent zu gehen. Premiere ist am 20. März.

Seit vielen Wochen sind drei Frauen und vier Männer um die Regisseurin Evi Sesselmann fleißig am Proben. Dass keine Langweile unter den Besuchern aufkommt, dafür sorgen erneut die komischsten Begebenheiten, eine sonderbare Verwechslung, drollige Grimassen sowie der heimische fränkische Dialekt mit spritzigen Dialogen und auch deftigen Ausdrücken. Als Garant dafür wurde auf die zuletzt erfahrene Darstellercrew zurückgegriffen. Stammbesucher wissen dies einzuordnen.

Zum Inhalt des Lustspiels: "Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr" - dieses Sprichwort bewahrheitet sich in dieser Burleske. Im Rathaus neigt sich ein fast normaler Arbeitstag dem Ende. Aber eben nur "fast normal", denn Bürgermeister Babel (Darsteller ist Markus Merkl), feiert seinen 50. Geburtstag und ist deshalb etwas genervter als sonst.

Einmal mehr ist er besonders "charmant" zu seiner Frau Erna (Veronika Müller) und seiner Tochter Lisa (Jasmin Dehmel), die er beide im Rathaus für sich arbeiten lässt. Seine Grobheiten werden noch durch die neue Sprechanlage verstärkt, mit deren Hilfe er die Befehle nun vom Schreibtisch aus erteilen kann. Frau und Tochter sind sich wieder einmal einig: Das Gemeindeoberhaupt führt sich wie ein richtiger Tyrann auf.

Dies spürt auch die Putzfrau Rosalinde (Nadine Schuberth), die den Bürgermeister immer wieder beim Einstudieren seiner Rede stört. Zu allem Überfluss teilt ihm die neugierige Putzfrau mit, dass seine Tochter ein Verhältnis zum Sohn (Daniel Schuberth) des verhassten Bürgermeisters aus dem Nachbarort hat. Bedrohlich fordert er seine Tochter auf, dieses Verhältnis sofort zu beenden. Natürlich weigert sich diese und erfährt von ihrem zornigen Vater, wie sehr er es bereut, keinen Sohn zu haben. Denn mit einem Sohn, so der strenge Herr Babel, gäbe es keinen solchen Ärger.

Dank der neuen Sprechanlage, die der Bürgermeister selbst noch nicht richtig beherrscht, hört Lisa durch Zufall im Büro nebenan von "Sünden" aus der Jugendzeit ihres Vaters, die dieser seinen Freunden Fritz (Dieter Sonntag) und Eugen (Jochen Vogler) erzählt. War er doch in jungen Jahren auf einer Großbaustelle in Saudi-Arabien tätig, wo er einen Scheich kennen lernte und dieser ihm ein Leben in Saus und Braus ermöglichte. Hierzu gehörte auch eine Haremsdame, die den Arbeitsaufenthalt verschönte.

Dieses Erlebnis hätte der Bürgermeister seinen Freunden besser nicht erzählt, denn nun dreht die Tochter ihrem Vater daraus einen gewaltigen Strick. Nun beginnen die Turbulenzen auf der Bühne, denn plötzlich taucht ein (falscher) Sohn der Haremsdame auf. Der Bürgermeister fällt aus allen Wolken, es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, das soweit führt, dass er sein Amt abgeben will.