Michael Memmel Tankwart ist wahrscheinlich nicht der coolste Job auf der Welt. Aber es gibt einen Bamberger, der das Maximale rausholt und sich einer ebenso erstaunlichen wie zweifelhaften Bekanntheit "erfreut". Jedenfalls hat er es mit mühevoll zelebrierter schlechter Laune geschafft, sich auf Google eine Fangemeinde aufzubauen, die ihm in inniger Ablehnung verbunden ist. Die Bewertungen seiner Tankstelle - um welche genau es sich handelt, können wir natürlich nicht verraten - zu lesen, hat durchaus Unterhaltungswert. Hier eine kleine Kostprobe der Meinungen zu dem "sehr cholerischen Chef" (Bob Morane): "Man hat immer das Gefühl, dass man das Personal stört, wenn man bezahlen will." (Bauer) "Ich hoffe, Sie lernen einen anderen Umgang mit ihren Mitmenschen zu pflegen." (Tarek Hassan) "Freundlichkeit und Service sind hier Fremdworte." (Steph B.) "Einmal und nie wieder. Unglaublich." (Thomas Machner) Am schönsten bringt es wohl der User Werner Kraus auf den Punkt: "Wer Unfreundlichkeit kultig findet, ist hier goldrichtig."

Auch ein Handelslehrer aus Kassel kam vor einer Woche aus dem Staunen und Ärgern nicht mehr raus, als es ihn bei einer Motorrad-Tour durch Franken an besagte Tankstelle verschlug. Kartenzahlung erst ab 30 Euro; 50 Cent Gebühr, wenn Nicht-Kunden den Luftdruck messen wollen, und kein Zurückzahlen der Abgabe, als er nachträglich extra Bargeld geholt und getankt hat.

Letztlich hätte es für den Mann aus Kassel aber noch schlimmer kommen können. Wenn er zum Beispiel falsch im Hof geparkt hätte. Dann nämlich hole "der Chef quasi die Mistgabel raus", berichtet Olympus Mons bei Google. Ein ganz heißer Kandidat also für DUT: Deutschlands unfreundlichster Tankwart.