Am vergangenen Wochenende wurden elf Störche auf der Kirche und auf dem Schloss gesehen, teilte Johannes Heyl in der Sitzung des Gemeinderats mit. Zwei Elternpaare mit ihrem Nachwuchs. Es scheine so, dass die Eltern ihren Nachwuchs weiter ins Tal hinter Untersteinach und Stadtsteinach entlang der Fränkischen Linie führen, um ihn dort zum Brüten im nächsten Jahr zu animieren. Deshalb schlug er vor, dass man sich Gedanken machen sollte, wo man in Rugendorf eine Nistmöglichkeit bieten könnte.

Die erste Idee, auf dem Schloss oder auf dem Turm der Feuerwehr, sah Bürgermeister Gerhard Theuer allerdings eher skeptisch, da man auf beiden Gebäuden regelmäßig Sturmschäden habe; das Schloss zudem reichlich hoch sei, um dort mit einem Hubwagen einen Nestunterbau hochzuhieven und der Turm wahrscheinlich kein Nest tragen könne, das ja bis zu einer Tonne schwer werden kann. Da der Gemeinderat aber generell Sympathien für die Ansiedlung von Störchen in Rugendorf hat, werden mögliche Alternativen gesucht, die man dann mit dem Landesbund für Vogelschutz besprechen will.

Kneippanlage

Für die Sanierung der Kneippanlage am Badeweiher liegen nun drei Angebote vor, teilte Bürgermeister Theuer mit. Beim Ortstermin im Juli war sich der Gemeinderat einig, dass unter anderem die Geländer erneuert und der Zugang über die Treppen verbessert werden soll. Vor- und Nacharbeiten wird der Bauhof erledigen. Für die Arbeiten, für die man eine Fachfirma braucht, liegt das günstigste Angebot bei 16 000 Euro. Damit werden die Gesamtkosten 20 000 Euro überschreiten, die Voraussetzung für einen Zuschuss über 18 000 Euro sind, der der Gemeinde aus einem Sonderförderungsprogramm der Staatsregierung unter dieser Maßgabe bereits zugesagt ist. Sobald der Zuschussantrag endgültig genehmigt ist, werden die Arbeiten vergeben.

Noch nicht vergeben hat der Gemeinderat die Arbeiten für die Erneuerung des Innenhofs am Haus der Jugend. Bis zur Sitzung lag laut VG-Geschäftsstellenleiter Florian Puff erst ein Angebot vor, zwei weitere sind noch nicht eingegangen, so dass der Gemeinderat erst in der Sitzung im September die Neupflasterung beauftragen wird.

Zurückgestellt hat laut Bürgermeister Theuer die evangelische Kirchengemeinde ihren Antrag auf Zuschuss für neue Fenster im Gemeindehaus, das von der Gemeinde auch für die Nachmittagsbetreuung der Schulkinder mitgenutzt wird. Mittlerweile habe sich laut Pfarrerin Sigrun Wagner weiterer vordringlicher Sanierungsbedarf am Dach und Heizkörpern des Gebäudes neben dem Pfarrhaus ergeben, so dass die Erneuerung der Fenster vorerst zurückgestellt sind. Die im Juli besprochene Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h im Ortsteil Eisenwind sei bereits an das Landratsamt weitergegeben worden, teilte Theuer mit. Auf eine Stellungnahme warte man aber noch. Ebenso warte man noch auf die Umstellung auf LED einer Straßenlampe in der Badstraße, die bei den jüngsten Arbeiten übersehen wurde. Generell gegen großformatige Wahlplakate in der Flur und im Ort sprach sich auch der neue Gemeinderat aus. Er bestätigte damit den gleichlautenden Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2013.

Bürgerversammlung im September

An einem Donnerstag Ende September habe er die überfällige Bürgerversammlung festgesetzt, sagte Theuer. Für den endgültigen Termin soll aber noch auf die Witterungsumstände gewartet werden, damit man je nach Sachstand in der Pandemie die Versammlung eventuell auch im Freien abhalten kann.