Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) Kreisgruppe Lichtenfels hat es sich zur Aufgabe gemacht, die seltene Wasseramsel an der Lauter zu schützen und deren Verbreitung noch weiter auszudehnen. Dazu wurden von Reinold Bräutigam schon seit einigen Jahren spezielle Nistkästen angebracht.

Sie wurden entweder unter Brücken oder an steilen steinernen Wänden direkt über dem Wasser befestigt. Zwischen Stublang und dem Thermalbad hängen jetzt rund 15 Wasseramselkästen. "Die Wasseramsel baut ein kugelförmiges sehr stabiles Nest aus Moos. Die Anbringung der Kästen direkt über dem Wasser und die unten liegende Einflugsöffnung haben den großen Vorteil des Schutzes vor Fressfeinden. Die Nistgeräte werden sehr gerne und meist schon im ersten Jahr nach der Befestigung angenommen", so der Loffelder Reinhold Bräutigam.

Ziel der Aktion soll es sein, in den nächsten Jahren ein durchgehendes Netz von Nistkästen von der Lautermündung in den Main bis hinauf nach Frauendorf und Uetzing zu bilden. "Die Kästen müssen regelmäßig gewartet und auch ab und zu ersetzt werden. Schäden entstehen aufgrund von Feuchtigkeit durch Spritzwasser oder gelegentliches Hochwasser. Während Dietmar Zillig aus Horsdorf und ich bisher den Bachabschnitt zwischen Stublang und Bad Staffelstein mit selbstgefertigten Kästen bestückt haben, hat das Wasserwirtschaftsamt im Zuge der Hochwasserfreilegung dies in Bad Staffelstein getan. Ich bin sehr dankbar dafür, hier Mitstreiter gefunden zu haben" erklärt Bräutigam weiter.

Die Wasseramsel ist voll an das nasse Element angepasst. Ihr natürlicher Lebensraum sind saubere, sauerstoffreiche und schnell fließende Gewässer. Dabei verlässt die Wasseramsel fast nie das Bachbett. Die Wasseramsel kann hervorragend schwimmen. Daneben benötigt der Vogel geschützte Brutmöglichkeiten. JS