Luisa Boßecker aus Niederfüllbach wurde bei der Gruppenschau der Kleintierzuchtvereine aus Coburg West, Niederfüllbach, Creidlitz und Grub am Forst für ihre Kaninchenzucht mit Kleinwidder wildfarben, mit Jugendehrenpreis und einem Pokal ausgezeichnet.

Luisa Boßecker gehört mit ihrer Schwester Anna zu den wenigen Jugendlichen, die dieses Hobby pflegen. Die Kleintierzuchtvereine im Landkreis sind auf der Suche nach Nachwuchs und werden Neuzüchter, aber auch Jungzüchter, nach Kräften unterstützen, wie viele Vorsitzende und Züchter versichern. Man solle jedoch bedenken, dass die Tiere jeden Tag ihren Züchter sehen wollen. Die Züchter müssen ihre Tiere füttern, den Stall reinigen und vieles mehr.

Dies haben Luisa Boßecker, die seit ihrem fünften Lebensjahr Tiere züchtet, und ihre Schwester Anna von ihrem Uropa Hermann Holzheid und ihrem Opa Herbert Holzheid gelernt. Auch ihre Mutter Nicole züchtet Kleintiere mit großer Begeisterung. Besonders gefällt der erfolgreichen Züchterin der Umgang mit den Tieren. "Es ist schön, sie aufwachsen zusehen", sagt Luisa Boßecker, die zusammen mit ihrer Schwester auch eine Zuchtgemeinschaft für Deutsche Zwerg-Lachshühner hat.

Schon beim Betreten der Schulturnhalle in Grub am Forst fielen die vier schön gestalteten Volieren ins Auge. Insgesamt 164 Tiere von 20 Züchtern aus den vier Vereinen wurden ausgestellt und von den vier Preisrichtern bewertet. Darunter waren 114 Tiere aus dem Bereich Geflügel.

Dem Vorsitzenden des Kleintierzuchtvereins Grub am Forst und zugleich Ausstellungsleiter Dieter Büttner und seinem Stellvertreter Anton Zimmer war ihre Freude anzusehen, wieder eine Schau durchführen zu können. Die letzte Schau sei 2019 gewesen. Für die Züchter seien die Schauen wichtig, denn dort werden die Tiere bewertet und man könne seine eigene Zucht vergleichen und damit weiter verbessern.

Büttner ging auf die Veränderungen in der Kleintierzucht ein. Viele Ereignisse, darunter die Vogelgrippe, erschwerten die Zucht und die Möglichkeit, seine Tiere zu präsentieren.

Für den Kreisvorsitzenden der Rassegeflügelzüchter, Uwe Wenzel, war es die erste Schau, die er in dieser Funktion eröffnen durfte. Er ging auf die Vogelgrippe ein, die schon in Nordrhein-Westfalen angekommen sei. Auf die Vereine würden deshalb in der Zukunft einige große Herausforderungen zu kommen.

Von einem richtigen Weg, eine Schau mit mehreren Vereinen zu veranstalten, sprach der Kreisvorsitzende der Rassekaninchenzüchter, Peter Hänel. Nur auf diese Weise seien ansprechende Schauen möglich.

Bastian Büttner (CSU), Bürgermeister der Gemeinde Niederfüllbach, freute sich über die Vielzahl von Rassen und Farbschlägen, die gezeigt wurden. Der Bürgermeister der Gemeinde Grub am Forst und zugleich Schirmherr, Jürgen Wittmann (GfG), eröffnete die Schau.

Ehrungen für zwei Jahre

Mit der Bestnote "vorzüglich" und einer Landesverbandsprämie wurden mehrere Züchter ausgezeichnet: Marcel Rudolph (Zwerg-Brahma rebhuhnfarbig-gebändert), Michael Zimmer (Thüringer Flügeltaube glattköpfig gelbfahl-gehämmert). Mit "hervorragend" und einer Landesverbandsprämie wurden ausgezeichnet: Zuchtgemeinschaft Dieter und Bastian Büttner (Niederfüllbach).

Bei den Rassekaninchen war Frank Pregler aus Grub am Forst mit seinen Alaska-Kaninchen besonders erfolgreich und erhielt den Landesverbandsehrenpreis und den Ehrenpreis des Kreisverbandes überreicht. Bei der Jugend erhielt Luisa Boßecker mit ihren Deutschen Kleinwiddern, wildfarben, den Jugend-Ehrenpreis.

Die Ehrungen aus dem vergangenen Jahr wurden außerdem nachgeholt: So wurde im Bereich Geflügel mit der Landesverbandsprämie ausgezeichnet: Walter Oppel (Zwerg-Langschan schwarz) Jutta Wittmann (Zwerg-Welsumer silberfarbig), Walter Wachter (Mondain gelbfahl) Zuchtgemeinschaft Bastian und Dieter Büttner (Eistauben glattfüßig ohne Binden) Matthias Göhring (Danziger Hochflieger rotfahl). mst