Ein beeindruckendes Wetterphänomen beobachtete Leser Hermann Förg aus Einraffshof am Montagabend, als er nach Westen Richtung Dreistelz blickte. Helle und dunkle Wolken türmten sich da nach einem regnerischen Tag. Und einige schienen gar aus der Erde zu wachsen. Förg fotografierte das Schauspiel, auch weil er vermutete, dass sich dort ein Tornado zusammenbraut. Der aber nach wenigen Minuten in sich zusammenfiel.

Ganz abwegig erscheint der Gedanke nicht, hatte doch ein Tornado am 9. März 2017 Teile von Kürnach bei Würzburg verwüstet. In Deutschland werden laut Deutschem Wetterdienst jährlich 20 bis 60 meist harmlose Tornados nachgewiesen.

Doch Marcel Schmid vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach kann beruhigen. "Im vorliegenden Fall handelt es sich nicht um einen Tornado, auch wenn die Bilder diesen Eindruck erwecken. Vermutlich sind dies Stratus-fractus-Wolken, die nach einem Schauer entstanden, der zwischen 18 und 18.50 Uhr über diese Region gezogen ist", schreibt er.

Oftmals würden Wälder und Wiesen nach einem Regenguss "ausdampfen" und eine solche Wolkenform entstehen lassen. Die Bedingungen für einen Tornado - also zum Beispiel vertikal rotierende Wolken und ständig drehender Wind - seien nicht vorhanden gewesen. Es habe auch keine Meldung darüber von Beobachtern gegeben. Zur Erkennung von Tornados analysiere der DWD Radardaten und begutachte Bilder/Videos von Usern. st