Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg/Lichtenfels bietet in Zusammenarbeit mit der Waldbauernvereinigung Coburger Land eine spannende Exkursion rund um das Thema Eichenpflege an. Termin ist am Freitag, 28. September, von 15 bis circa 17 Uhr. Treffpunkt ist in Watzendorf am Ortsausgang in Richtung Seßlach, oberhalb des Friedhofs. Themen sind einer Mitteilung zufolge das Erkennen der Wertbäume, das Auszeichnen der Bedränger, mögliche Durchforstungsmaßnahmen und die Vermarktung der anfallenden Sortimente.

Der Umgang mit der Eiche gehört zu den waldbaulichen Königsdisziplinen. Verlangt er doch viel Fingerspitzengefühl, viel Wissen und manchmal auch viel Geduld. Ohne Zutun des Waldbesitzers hat es die Eiche schwer: Als ausgesprochene Lichtbaumart braucht sie einen freien Kronenraum, aber gleichzeitig kleinere Bäume, die ihren Schaft beschatten. Sonst neigt sie dazu, die ungeliebten Wasserreiser am Stamm zu bilden, die die jahrzehntelange Pflege zu Wertholzanwärtern schnell zunichtemachen können. Und auch bei der Verjüngung im Bestand tut sich die Eiche schwer, denn andere Baumarten sind anfangs oft wuchskräftiger und nehmen die Eichenpflänzchen "in die Zange". Dennoch lohnt sich der Anbau der Eiche: Sie ist eine der Baumarten mit der größten Gewinnerwartung und einer der Hoffnungsträger in Zeiten des Klimawandels.

Im Anschluss an die Exkursion gibt es eine kleine Brotzeit und die Gelegenheit zum Aus-tausch mit Waldbesitzern und Förstern. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Daher bitte verbindliche Anmeldung an birgit.mueller@aelf-co.bayern.de oder Telefon 09571/923710. red