Mit einem Dankabend in der Gaststätte "Preußla" sagte die Projektgruppe "In der Heimat wohnen", die seit acht Jahren in Altenkunstadt aktiv ist, ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern und Helfern "Vergelt's Gott". "Ohne Euer vorbildliches Engagement wäre vieles nicht möglich", würdigte Quartiersmanagerin Angela Lohmüller.
Das Projekt wurde nach Aussage der Diplom-Sozialpädagogin vom Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg und der Josephs-Stiftung entwickelt. In Altenkunstadt werde es vom Caritasverband für den Landkreis Lichtenfels in enger Kooperation mit der Gemeinde, dem Friedrich-Baur-Seniorenzentrum Sankt Kunigund und der Friedrich Baur GmbH umgesetzt. "Wir möchten ein Wohnmodell verwirklichen, das Menschen in allen Lebensphasen den Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung gewährleistet", beschreibt Angela Lohmüller die Ziele. Nicht zuletzt den ehrenamtlichen Mitarbeitern sei es zu verdanken, dass sich in den vergangenen Jahren viele Aktivitäten entwickeln konnten. Die Quartiersmanagerin freute sich, dass sich auch immer wieder neue Helfer hinzugesellen: "Das bringt frischen Wind in unsere Arbeit." Ihren Worten zufolge sind es nicht große Taten, die die Qualität des gemeinsamen Schaffens ausmachen, sondern kleine Gesten: "Unsere Ehrenamtlichen schenken viel Freude." Ihre Aktivitäten habe die Projektgruppe unter das Motto "Schöner alt werden in Altenkunstadt" gestellt: "Bei regelmäßigen Zusammenkünften machen sich die Frauen und Männer Gedanken darüber, wie man älteren Bürgern das Leben angenehmer gestalten könne."


Viele stehen in der Warteschleife

Bürgermeister Robert Hümmer bezeichnete das Quartiersmanagement in Altenkunstadt als "tolle Sache". Allerdings dürfe man sich nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern müsse am Ball bleiben. Der Bedarf an barrierefreien Service-Wohnungen für ältere Bürger sei da; viele Interessenten stünden in der Warteschleife. Den Ehrenamtlichen bescheinigte Hümmer, großartige Arbeit zu leisten. "Macht weiter so!", lautete sein Appell.
Dritte Bürgermeisterin Allmut Schuhmann, die sich als Seniorenbeauftragte der Gemeinde der Projektgruppe angeschlossen hat, informierte über eine Veranstaltung der Caritas in Bamberg, bei der verschiedene Projekte vorgestellt wurden. Von ihrer Arbeit als ehrenamtliche Wohnraum-Anpassungsberaterin berichtete Martha Weidlich. "Oft sind es nur kleine Stolperfallen und Hürden, die überwunden werden müssen. Übersieht man diese, kann es vor allem im Alter zu schlimmen Unfällen kommen", sagte die Mitarbeiterin, die der Gruppe von Anfang an angehört. Wo gewünscht, berät Weidlich im häuslichen Umfeld nicht nur zum Thema "Barrierefreiheit und Sturzsicherheit in der Wohnung", sondern zeigt auch Verbesserungs- und Finanzierungsmöglichkeiten auf.
Quartiersmanagerin Angela Lohmüller lud zu einer Informationsveranstaltung am Montag, 6. Februar, um 19 Uhr in den Kulturraum der ehemaligen Synagoge ein. Unter dem Motto "Was war geplant? Was ist passiert? Was soll noch kommen?" werde man nach achtjähriger Projektarbeit "In der Heimat wohnen" in Altenkunstadt Bilanz ziehen und in die Zukunft blicken. Ein gemeinsames Dankessen rundete den Helferabend ab. Für jeden Mitarbeiter gab's ein kleines Geschenk. bkl