Manuel Beck ist blind und Sportler: Seit vielen Jahren engagiert er sich für den Blindenfußball. Er hat Betriebswirtschaftslehre und Sportmanagement studiert und engagiert sich seit vielen Jahren deutschlandweit für mehr Inklusion im Sport. Logisch, dass sein Wandertipp für Sehbehinderte geeignet ist. Aber auch Rollstuhlfahrer und Kinderwagenschieber haben es auf dieser reizvollen Strecke im Coburger Osten etwas leichter als andernorts.

Becks Weg

Die Wanderung startet am "Berliner Platz" - nicht auf dem Platz am Kongresshaus in Coburg, sondern auf dem so bezeichneten Wanderparkplatz an der Straße von Neershof nach Oberfüllbach. Von dort startet der Rundwanderweg Nummer 1 mit circa acht Kilometern Länge. Mit Kindern biegt man am besten nach etwa 100 Metern rechts ab. Dann befindet sich der Höhepunkt der Wanderung, der "Wildmeisterstein", nämlich am Ende der Strecke. Unterwegs gibt es einige Steinmandln zu sehen. Auch ein paar Elfen und Engel haben in kleinen Mooshöhlen ihren Platz gefunden.

Nach einigen Metern auf dem Fahrradweg kommt man beim Ehrendenkmal zum Wendepunkt der Wanderung. Auf dem Rückweg befindet sich dann auf der linken Seite der Abzweig zur idyllisch im Kiefernwald gelegene Felsgruppe aus Rhätsandstein - den Wildmeisterstein.

Über die zum Teil stark von Menschenhand geformte Sandsteingruppe gibt es wenig gesicherte Informationen. Die in Stein gehauenen Inschriften und Treppen lassen nur Vermutungen zu. "Zu Zeiten der Herzöge war der Lahmer Forst sicherlich ein interessantes Jagdgebiet und wurde wie auch andere Waldungen des Coburger Domänenfonds seinerzeit dahingehend intensiv genutzt. Möglicherweise diente der Wildmeisterstein bei höfischen Jagden als bevorzugter Schützenstand, um das Wild abzupassen", heißt es auf der Homepage der Bayerischen Staatsforsten. Aber auch der Naturgenuss mag bei der Nutzung des Wildmeistersteines schon in früherer Zeit eine Rolle gespielt haben. Damals rollten die hohen Herrschaften in Kutschen an. Der Parkplatz "Berliner Platz" ist nur ein kleines Stück entfernt.