Drittligist FC Rot-Weiß Erfurt sichtet und findet Talente im Haßbergkreis

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Die Trainer aus Erfurt und die Fußballtalente aus den Haßbergen bei der Einweisung vor den Übungen Foto: privat
Die Trainer aus Erfurt und die Fußballtalente aus den Haßbergen bei der Einweisung vor den Übungen Foto: privat

Die Knetzgauer Dreiberg-Kickers haben zusammen mit dem Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt einen Talentsichtungstag durchgeführt. Wo andernorts reihenweise Fuß...

Die Knetzgauer Dreiberg-Kickers haben zusammen mit dem Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt einen Talentsichtungstag durchgeführt. Wo andernorts reihenweise Fußballspiele dem erneut einsetzenden Winter zum Opfer fielen, reagierten die Verantwortlichen der beteiligten Vereine flexibel und zogen kurzerhand in die zwei Turnhallen der Dreiberg-Schule um.
Toll war vor allem, dass trotz der schwierigen Witterungsverhältnisse alle angemeldeten Kinder der Jahrgänge 2008 bis 2011 pünktlich den Weg in die Halle fanden. Dort angekommen, wurden sie zusammen mit ihren Eltern zunächst von Dreiberg-Kickers-Sportvorstand Marco Schnös begrüßt, der den Anwesenden auch die Trainer des thüringischen Profiklubs, Manuel Rost und Alexander Kosbab, vorstellte. Danach übernahmen die beiden Erfurter Nachwuchscoaches das Kommando, sprachen den Kids nochmals Mut zu und teilten die Gruppen für die Stationen ein. In vier Einheiten wurde den rund 40 jungen Fußballern und Fußballerinnen das komplette Repertoire ihres Könnens abverlangt.
Neben Technik- und Koordinationsübungen, Powerdribbling mit abschließendem Torabschluss sowie dem Offensiv- und Defensivverhalten im Eins-gegen-Eins wurden auch das Spielverständnis und die Handlungsschnelligkeit im Spiel Drei gegen Drei geprüft. Bewertet wurden die Kicker dabei durch die unterstützenden Trainer der Dreiberg-Kickers, die einen Bewertungsbogen führten. Am Wichtigsten war den Erfurter Trainern das Eins-gegen-Eins, denn "die Individualität der Spieler zu entwickeln und zu fördern, ist eines der Hauptaugenmerke in unserem Nachwuchsleistungszentrum", so Trainer Manuel Rost. Die Erfurter Coaches schauten sich immer wieder zwischen den Stationen um und erkannten dabei auffällig viele junge Talente.
Nach rund anderthalb Stunden waren die jeweils 20-minütigen Einheiten abgeschlossen und damit die erste Sichtung beendet. Aber bevor die Kinder entlassen wurden, wurde zwei Hoffnungen des Jahrgangs 2008 der Dreiberg-Kickers, Leon Füsser und Maurice Keiger, mitgeteilt, dass sie so aufgefallen seien, so dass sie demnächst über Gastspielerlizenzen an Spielen von Rot-Weiß Erfurt teilnehmen können.
Nach einer Mittagspause kamen die älteren Jahrgänge 2006 und 2007 an die Reihe. Hier waren ebenfalls rund 40 Kinder aus dem ganzen Haßbergkreis, vom Steigerwald bis Ermershausen, erschienen. Das Tempo war um einiges höher als am Morgen, und die Trainer des Nachwuchsleistungszentrums waren sichtlich überrascht ob der vorhandenen Qualität, auch wenn einige Fußballer, darunter die Knetzgauer Leon Frank und Tim Neubert, Jahrgang 2007, die bereits für Rot-Weiß Erfurt aufgelaufen sind, schon bestens bekannt waren.
Nach weiteren knapp zwei Stunden war auch die Sichtung der Älteren beendet. Die Erfurter Trainer verabschiedeten die jungen Fußballer, nicht ohne zu betonen, dass man den einen oder anderen Fußballer, der während des Tages aufgefallen ist, im Juni im Nachwuchsleistungszentrum des FC Rot-Weiß begrüßen werde und sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den Dreiberg-Kickers sehr freue.
Der Kontakt nach Knetzgau sei über einen Spieler der Dreiberg-Kickers, der regelmäßig an den Erfurter Trainingscamps in Heustreu in der Rhön teilnehme, zustande gekommen, informierte RWE-Coach Alexander Kosbab. Sein Kollege Rost sagt: "Ja, wir wurden recht schnell auf den talentierten Tim Neubert aufmerksam. Als wir uns mit seinem Vater über dessen Verein unterhalten haben, kam recht schnell der Kontakt zum Sportvorstand der Dreiberg-Kickers, Marco Schnös, mit dem wir mittlerweile in sehr engem Kontakt stehen."
Die aktuellen Sichtungen seien sehr positiv und qualitativ auf altersgerecht schon sehr hohem Niveau gewesen, so Kosbab. "Wir konnten viele Eindrücke sammeln. Dadurch, dass die Stationen recht komplex waren, konnten wir uns einen umfassenden Überblick über das jeweilige Talent verschaffen." Rost ergänzT: "Ja, da waren diesmal schon richtig gute Jungs dabei, von denen auch demnächst einige in unseren Teams mitwirken werden." red