"Die Feuerwehr ist für die Dorfgemeinschaft unverzichtbar", sagte Vorsitzender Wolfgang Größl bei der Hauptversammlung im Gasthaus Müller. Daher sei es sein oberstes Ziel, die Organisation so lange wie möglich zu erhalten. Einen Hoffnungsschimmer sieht er am Horizont, denn drei neue Aktive gäben Mut für die Zukunft.
Es sei keine leichte Aufgabe, die Wehr mit 21 Aktiven so beizubehalten, verdeutlichte Kommandant Joachim Hübner. "So ein kleines Dorf mit 58 Einwohnern tut sich da schwer", sagte er. Dass vier Führungskräfte - olfgang Größl, Henry Höhn, Wolfgang Meisel und er selbst - die Digitalfunkausbildung erfolgreich absolviert haben, wertete Hübner als gutes Zeichen. Einen Wunsch hatte er noch: Dass sich die Aktiven verstärkt um die Fortbildung kümmern.
Gesellschaftlich sei man gut aufgestellt, stellte Größl fest. "Unser Johannisfeuer in prachtvoller Berglage hat wieder viele Besucher angezogen." Tüchtig gefeiert habe man den 75. Geburtstag des Ehrenkommandanten Karl Meisel, der die Schwingener Wehr über Jahrzehnte entscheidend prägte. Der Kassenbericht von Henry Höhn wies ein schönes Guthaben aus.
Für 40 Jahre aktiven Dienst wurde Henry Höhn mit dem staatlichen Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet, was mit einem achttägigen Aufenthalt im Feuerwehrheim Bayerisch Gmain verbunden ist. Eine schöne Anerkennung für ehrenamtliches Engagement, wie stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann meinte.
Bürgermeister Harald Hübner freute sich über die Einsatzfähigkeit der Schwingener Wehr, die regelmäßig übe. Auch wegen des Musikcenters sei in Schwingen ein Feuerschutz mit Ortskenntnissen notwendig, betonte der Bürgermeister und versicherte: "Ich bin für den Bestand kleiner Feuerwehren."
Horst Wunner