"Glückwunsch! Es ist ein bestens gelungenes Werk über ein erneuertes historisches Zeitzeugnis, das wir von der Gemeinde gerne unterstützt haben." Mit diesen Worten würdigte Himmelkrons Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) die Herausgabe des Buches "Die Baille-Maille-Lindenallee zu Himmelkron - Vom Wiedererstehen eines europäischen Kulturdenkmals".

Eigentlich war für die Buchvorstellung und die offizielle Übergabe eines Exemplares an Bürgermeister Gerhard Schneider eine größere Feierstunde mit allen am Buchprojekt beteiligten Personen geplant, doch die musste der Förderkreis zur Erhaltung und Verschönerung der Kulturlandschaft im Bereich der Gemeinde Himmelkron coronabedingt ausfallen lassen. Dafür traf man sich zusammen mit dem Autor des Buches, Reinhard Stelzer, in kleiner Runde im Sitzungssaal des Rathauses. Und trotzdem: Es war ein Freudentag für den Förderkreis, die Gemeinde und erst Recht für den Autor, denn es ist ein großartiges Werk gelungen. Voller Stolz präsentierte Vorsitzende Inge Tischer das Buch und stellte gleich zu Beginn fest: "Alle, die zu dieser Publikation beigetragen haben, hätten für das gelungene Werk eine Würdigung im Rahmen einer kleinen Feierstunde verdient und wir hoffen sehr, dass wir das in den Sommermonaten nachholen können."

In den Mittelpunkt ihrer Würdigung stellte Vorsitzende Inge Tischer natürlich die geschichtliche Aufarbeitung sowie die Darstellung der historischen und neu angelegten Baille-Maille-Allee von Reinhard Stelzer und verwies darauf, dass gerade der frühere Verwaltungsangestellte der Gemeinde Himmelkron, auch als Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied die Neuentstehung der Baille-Maille-Allee wie kein anderer bestens im Blick behalten hatte: "Dir, lieber Reinhard, als Autor des Werkes, im Namen der Vorstandschaft meinen allerherzlichsten

Dank."

Großer Fundus an Quellen

Einen großen Dank richtete Inge Tischer aber auch an ihren Ehemann Erwin, der als Schriftführer des Förderkreises dafür sorgte, dass auf eine umfangreiche Sammlung an Veröffentlichungen und Niederschriften zurückgegriffen werden konnte. Erwin Tischer war aber auch als früherer Pädagoge in zahlreichen Stunden für das Korrekturlesen verantwortlich und eine Hilfe war ihm dabei auch der frühere Studiendirektor Adam Engelhardt als Zweitkorrektor. Vorsitzende Inge Tischer weiter: "Ich bedanke mich ebenfalls ganz herzlich bei allen, die uns in irgendeiner Form, sei es durch Bildmaterial, Erzählungen von Zeitzeugen und mit Gedichten zur Allee, unterstützt haben sowie bei der Druckerei Schmidt & Buchta in Helmbrechts mit Matthias Herrmann und seinem Team für die Gesamtherstellung eines großartigen Buchprojektes." Nicht unerwähnt ließ Vorsitzende Inge Tischer natürlich die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde Himmelkron, die Oberfrankenstiftung, den Landkreis Kulmbach, die VR-Bank Oberfranken Mitte und die Sparkasse Kulmbach-Kronach: "Wir sind dafür glücklich und dankbar, weil ohne die finanzielle Unterstützung dieses Projekt für unseren Förderkreis nicht zu verwirklichen gewesen wäre." Und zu guter Letzt wurde auch der Ehefrau des Autors, Evi Stelzer, für ihre Beratung und Geduld gedankt. Inge Tischer: "Es ist nicht nur ein Geschichtswerk für den Verein, sondern es ist eine geschichtliche Abhandlung über den Himmelkroner Stadtpark. Die Allee ist einfach für die Region sehr bedeutend geworden und deswegen ist es auch ein Werk für die Gemeinde Himmelkron. Ich wünsche allen viel Spaß bei dieser Lektüre und wir hoffen, dass das Buch ein großes Interesse finden wird." Autor Reinhard Stelzer blickte zurück auf die Gestaltung und Herausgabe des Buches, die er sich vom Zeitaufwand doch etwas anders vorgestellt hatte. Einen besonderen Dank richtete Stelzer an Matthias Herrmann und Erwin Tischer, die sich beide in starkem Maße einbrachten: "Das Buch ist ganz stark bebildert und aus Tausenden von Bildern die 100 besten Fotos auszusuchen, allein das war sehr zeitaufwendig. Die Arbeit hat sich gelohnt, weil die Allee das auch hergibt." In dem Buch zeigt Reinhard Stelzer auch auf, dass die Baille-Maille-Allee eine der bedeutensten und größten Alleen in Europa war und nach dem Wiedererstehen auch wieder ist. Und was der Buchautor bei seinen Recherchen auch so nebenbei erfahren hatte: "Die Markgrafen hatten mit Himmelkron noch einiges vor, wie den Ausbau der Sommerresidenz, und es gibt einen Plan, nach dem sie den Main von Lanzendorf bis Schlömen begradigen wollten."

"Erneuertes Zeitzeugnis"

Den Hauptteil des Buches widmete Reinhard Stelzer dem Wiedererstehen der Baille-Maille-Allee und dankte dafür in seinem Schlusswort dem Förderkreis. Bürgermeister Gerhard Schneider würdigte besonders die profunden geschichtlichen Kenntnisse von Reinhard Stelzer, einem früheren Mitarbeiter im Rathaus, und dankte allen, die daran beteiligt waren: "Wir haben uns mit der finanziellen Unterstützung zur Herausgabe des Buches auch unserer geschichtlichen Vergangenheit und damit auch Verantwortung gestellt. Die Baille-Maille-Allee ist heute ein erneuertes historisches Zeitzeugnis und sie ist Naherholung und eine Oase der Ruhe, wenn Sie dort spazieren gehen."

Überrascht zeigte sich der Bürgermeister über das Grußwort von Georg Friedrich Prinz von Preußen, der vor 21 Jahren an der Einweihung der Lindenallee teilnahm und sie als ein "unvergessenes und heute beinahe schon historisches Ereignis" bezeichnete.