Mit einem Dankabend im Hotel "Fränkischer Hof" in Baiersdorf sagte die Projektgruppe "In der Heimat wohnen" ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern und Helfern "Vergelt's Gott". "Ohne euer vorbildliches Engagement wäre vieles nicht möglich", würdigte Quartiersmanagerin Angela Lohmüller den unermüdlichen Einsatz der Frauen und Männer. Die Gruppe ist seit elf Jahren in der Gemeinde Altenkunstadt aktiv.

Das Projekt "In der Heimat wohnen« wurde nach Aussage der Diplom-Sozialpädagogin vom Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg und der Josephs-Stiftung entwickelt. In Altenkunstadt werde es seit 2009 vom Caritasverband für den Landkreis Lichtenfels in enger Kooperation mit der Gemeinde, dem Friedrich-Baur-Seniorenzentrum Sankt Kunigund und der Friedrich Baur GmbH umgesetzt.

In vertrauter Umgebung

"Wir möchten ein Wohnmodell verwirklichen, das Menschen in allen Lebensphasen den Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung gewährleistet", beschrieb Lohmüller die Ziele des Projekts. Sie dankte den Ehrenamtlichen, die sich mit viel Energie und tollen Ideen in die Projektarbeit einbrächten: "Dabei zählt nicht nur, was ihr macht, sondern auch wie ihr es tut, nämlich mit Liebe und Hingabe. Alles, was ihr macht, ist total wertvoll." Bei einer Vorstellungsrunde informierten diese über ihre Tätigkeiten. Dabei wurde deutlich, welch breites Spektrum an Aktivitäten in den vergangenen elf Jahren entstanden ist. Die Palette reicht von Bilder- und Filmabenden über Kochveranstaltungen bis hin zu Theateraufführungen, Konzerten und Wanderungen. Zusammen mit dem Friedrich-Baur-Seniorenzentrum Sankt Kunigund richtet die Projektgruppe jedes Jahr den "Altenkunstadter Adventsmarkt aus und in Zusammenarbeit mit dem evangelischen Kreativkreis "Die Montagsbastler" gestaltet man im Frühling vor dem Seniorenheim einen Osterbrunnen.

Reinhold Hüttner erzählte von seinem Frühstücksservice. An sieben Tagen in der Woche bringt er auf Wunsch frische Brötchen oder Kuchen ins Haus. Um häusliche Stolperfallen zu beseitigen und dadurch Unfälle zu vermeiden, bietet die Projektgruppe kostenlose Wohnraum-Anpassungsberatung an. Martha Weidlich hat sich dafür zur Beraterin ausbilden lassen.

Marita Gabeli und Waltraud Fischer informierten über das "Altenkuschter Bürgercafé", das einmal im Monat am Sonntagnachmittag im Speisesaal des Seniorenzentrums seine Pforten öffnet. Unter Leitung von Annegret Weinlein wird regelmäßig Gymnastik angeboten, die großen Zuspruch findet. "Jeder macht das, was er kann. Zusammen sind wir eine starke Truppe", fasste die Quartiersmanagerin zusammen.

"Es ist wirklich großartig, was hier geleistet wird. Ein Dienst, der sich nicht bezahlen lässt", stellte Geschäftsführer Thomas Geldner vom Caritasverband für den Landkreis fest. Er dankte allen Mitarbeitern sowie der Gemeinde Altenkunstadt für die tatkräftige Unterstützung. Geldner lobte Angela Lohmüller: "Du bist mit Herzblut dabei, stehst für unsere Arbeit ein, füllst das Projekt aus."

"Es ist fantastisch, wie ihr euch für eure Mitmenschen einsetzt. Gut, dass es euch gibt", sagte Bürgermeister Robert Hümmer. Angela Lohmüller sei ein Glücksfall, denn letztlich habe sie das Projekt "In der Heimat wohnen" in der Gemeinde aufgebaut. Detlef Lehmann zeigte einen Film von der Grundsteinlegung für das Senioren-Wohnprojekt "Wohnen im Apfelgarten". Zum Nachdenken regte die von Angela Lohmüller vorgetragene Geschichte "Der Mann mit dem Ehrenamt" an. Ein Dankessen rundete den Abend ab. Für jeden Mitarbeiter gab's ein kleines Geschenk. bkl