Einer Aufgabenteilung, wie man sie sonst nur im Management von Betrieben her kennt, hatten sich die Verantwortlichen und Ministranten der Stadtpfarrei Mariä Himmelfahrt in Teuschnitz unterzogen. Es ging um die außergewöhnliche Sternsingeraktion unter Corona-Pandemie-Bedingungen.

Weil die Sternsinger diesmal, nicht wie über Jahrzehnte gewohnt, heuer von Haus zu Haus mit ihren Segenswünschen ziehen konnten, haben sich die Verantwortlichen in der Stadtpfarrei Mariä Himmelfahrt Teuschnitz viel einfallen lassen und unter anderem auch ein Video, welches den Segen ins Haus bringt, erstellt. Dazu gehörte auch das Schnüren von Segenspaketen. Diese wurden am Montag im Pfarrhaus zusammengestellt.

"Im Dezember sind wir noch davon ausgegangen, dass die Sternsinger von Tür zu Tür gehen können, um den Menschen den Segen zuzusprechen und Spenden zu sammeln", so Dekan und leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Frankenwald, Detlef Pötzl. In Abstimmung mit dem Kindermissionswerk "Die Sternsinger e.V." hätten die Gemeinden Hygiene- und Schutzkonzepte entwickelt. Eigene Masken für die Sternsinger wurden bestellt. Pötzl: "Wir haben sogar Sponsoren gefunden, die uns dabei unterstützt haben, das Autohaus Vetter, die Sparkasse Kulmbach-Kronach und die VR-Bank Oberfranken-Mitte haben sich als Sponsoren großherzig gezeigt."

Das Konzept sah vor, dass die Sternsinger nur zu zweit beziehungsweise mit Geschwisterkindern zu dritt kommen, immer mit einer Sternenlänge Abstand, nur auf der Straße singen und das Haus nicht betreten. Pötzl weiter: " Kurz vor Weihnachten war allerdings klar, dass das Kindermissionswerk und der Bund Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ- Bundesverband bundesweit empfehlen, auf den Besuch von Haus zu Haus zu verzichten. Wir haben nun - wie in vielen Pfarreien - überlegt, wie können wir den Gläubigen dennoch eine Freude machen und Ihnen den Segen kontaktlos zusprechen."

Die Oberministrantin Cindy Schüpferling hat mit den Ministranten geredet, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Anne Neubauer und der Mesner Frederic Pauli haben über ihre Erfahrungen berichtet und diese eingebracht. Und so ist die Idee der Segenspost entstanden. Sterne wurden gebastelt, ein persönlicher Brief als Gruß der Sternsinger geschrieben, das Segensgebet kopiert, und schließlich wurden für Teuschnitz 450 Kuverts als Segenspost zusammengestellt, die von den Ministranten am Dreikönigstag in die Haushalte verteilt werden. Sie sind einzeln unterwegs, um die Hygiene- und Schutzbestimmungen einzuhalten.

Video ist abrufbar

Zusätzlich ist die Idee mit dem Video entstanden, das man beim Gottesdienst am 6. Januar um 8.30 Uhr zeigen wird und das interessierte Gläubige über die Homepage des Seelsorgebereiches oder über Youtube unter https://youtu.be/Xem0Nju_AB0 abrufen können.

Die Segenspost enthält: Aufkleber für die Haustüre und Spendentütchen, einen Brief mit den Grüßen der Teuschnitzer Sternsinger und dem Segensgebet sowie einen selbst gebastelten Stern, der an den Stern von Bethlehem erinnern soll, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. eh