Die Stadt Ebern macht wieder mit beim Aktionstag gegen die Todesstrafe.

Bereits seit dem Jahr 2002 organisiert die Gemeinschaft Sant'Egidio jeweils am 30. November den internationalen Aktionstag "Cities for Life - Städte für das Leben/Städte gegen die Todesstrafe", um auf kommunaler Ebene auf die Ungerechtigkeit der Todesstrafe aufmerksam zu machen und die Bürger für einen Einsatz zu sensibilisieren, der das Leben schützt. Gerade in Zeiten zunehmender Gewalt und populistischer Tendenzen erscheine es bedeutungsvoll, Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken, meint die Stadt Ebern in einer Mitteilung an die Medien. Es solle ein Zeichen für den Schutz der Menschenrechte und des Lebens gesetzt werden sowie das Interesse für Fragen des gesellschaftlichen Lebens gestärkt werden.

Die Stadt Ebern und der Steuerkreis Fairtrade haben sich dazu entschlossen, die Kampagne für den Respekt vor dem Leben und der Menschenwürde erneut zu unterstützen, wenn auch aufgrund der Corona-Pandemie in anderer Art und Weise als in den Vorjahren. Ziel ist es, die Bürger dafür zu sensibilisieren, dass die unmenschliche Praxis der Todesstrafe aus den strafrechtlichen Vorschriften der Staaten verbannt werden muss.

So rufen die Stadt Ebern und der Steuerkreis Fairtrade im Rahmen des Aktionstages am Montag, 30. November, die Bürger sowie vor allem die Kinder dazu auf, sich an der diesjährigen Aktion zu beteiligen. Da eine Zusammenkunft, wie der Flashmob auf dem Marktplatz im vergangenen Jahr, aufgrund der Corona-Pandemie heuer nicht möglich ist, haben sich die Verantwortlichen eine andere Möglichkeit überlegt, trotzdem ein Zeichen zu setzen. "So können die Bürgerinnen und Bürger sowie die Kinder in diesem Jahr Gemälde oder Fotografien zum Thema Zusammenleben, Zusammenhalten, Miteinander anfertigen und unsere Stadt etwas bunter gestalten", erklärt der Eberner Bürgermeister Jürgen Hennemann (CSU).

Bis zum 27. November

Die Bilder (wenn möglich laminiert) sollen bis zum Freitag, 27. November, zu den gewohnten Öffnungszeiten in der Eberner Stadtbücherei abgegeben werden. Dazu sollen die Teilnehmer auch eine Notiz mit Adresse oder Telefonnummer mitbringen und dazulegen; es soll nämlich für die Künstler eine kleine Überraschung als Dankeschön ausgehändigt werden. Am 30. November werden die Gemälde und Fotografien dann an das Geländer des Neptunbrunnens auf dem Eberner Marktplatz gehängt.

Eine Möglichkeit ist es auch, Steine zu bemalen und diese selbst am Neptunbrunnen abzulegen. "Ich freue mich sehr auf eine Beteiligung vieler", so der Bürgermeister. Die Verantwortlichen würden sich freuen, wenn sich der Aktion viele Eberner anschließen. Außerdem wird den Angaben zufolge am Abend des 30. November die Beleuchtung der öffentlichen Gebäude in der Stadt ausgeschaltet. jrs