Pro Kopf arbeiten Baubeschäftigte im Landkreis Kulmbach im Schnitt 1497 Stunden im Jahr. Das sind 181 Stunden und damit 13,8 Prozent mehr, als Beschäftigte im Kreis Kulmbach quer durch alle Berufe durchschnittlich bei der Arbeit verbringen. Darauf hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Die IG Bau Oberfranken beruft sich dabei auf den aktuellen Arbeitsmarkt-Monitor des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. "Der Bau gehört demnach zu den Branchen mit einem Spitzenpensum bei der Arbeitszeit", sagt Gerald Nicklas, der Bezirksvorsitzende der IG Bau. Die körperliche Belastung auf dem Bau habe zur Folge, dass viele Bauarbeiter vorzeitig in Ruhestand gehen müssen und dann starke Abstriche bei der Rente in Kauf nehmen. Die neue Bundesregierung müsse deshalb die Rente ab Herbst anpacken und auf neue Füße stellen, fordert der Bundesvorsitzende der IG BAU, Robert Feiger. Er spricht sich für eine "grundlegende Rentenreform" aus: "Bei der Rente muss die Reset-Taste gedrückt werden. Notwendig sei eine Rentenkasse, in die alle einzahlen. red