von unserem Mitarbeiter Gerhard Schmidt

Hofheim — Der Jahresbetriebsnachweis 2014 und der Jahresbetriebsplan 2015 für die städtischen Wälder standen bei der Sitzung des Waldausschusses des Stadtrates im interkommunalen Bürgerzentrum in Hofheim zur Diskussion. Forstdirektor Franz Eder vom Schweinfurter Forstamt sowie Revierförster Bernhard Streck erläuterten den Zustand des Stadtwaldes und die Ziele.
2014 war kein außergewöhnliches Jahr: "Es kann nicht immer eine Katastrophe im Land sein", betonte Streck. 2014 wurden 2239 Festmeter Holz eingeschlagen, von denen rund 900 Festmeter Werthölzer waren. Der Rest ging als Brennholz an die Bürger. Streck berichtete, dass das Holz verkauft und weggeräumt ist. Neu gepflanzt wurden 2400 Bäumchen heimischer Mischarten auf 1,5 Hektar Fläche, die teils aus dem eigenen Wald stammen.

Pflege wird groß geschrieben

Auf knapp 16 Hektar betreibt man Jugendpflege, Schlagpflege und Hochastung an 328 Douglasien in den Ortswaldungen, wie es hieß. Für Zäune auf rund 20 Hektar mussten die Forstleute um die 20 Kilometer laufen. Mit Borkenkäfern hatte man kaum Probleme. 34 Kilometer Wege wurden unterhalten. Der Aufwand hat sich gelohnt, denn bei 127 790 Euro Einnahmen und 76 277 Euro Ausgaben blieb ein Überschuss von 51 000 Euro.
2015 sollen 2460 Festmeter geschlagen werden, wobei weniger Brennholz anfällt. Bernhard Streck meldete, dass sich nur ungefähr die Hälfte der Selbstwerber wie 2014 gemeldet haben. Ansonsten soll auch 2015 ähnlich wie das Vorjahr laufen; eingeplant sind 170 677 Euro Einnahmen und 122 891 Euro Ausgaben bei einem Überschuss von 47 786 Euro. Das Gremium stimmte den Plänen zu. Abschließend wurde noch über den Vertragsnaturschutz für 230 Hektar gesprochen, der 2015 ausläuft. Die Naturschutzbehörde gewährte bislang pro Hektar 80 Euro Zuschuss. Künftig soll sich der Zuschuss nach den Einzelbäumen (Biobäume) richten und nur alle zwölf Jahre gezahlt werden.
Hofheim hat sieben Flächen als Energiewälder angelegt. 2015 steht der Wald unter dem Motto "2015 - Jahr der Artenvielfalt im Wald". Deshalb erläuterte Franz Eder als Zweck eines Waldes die Holzernte, aber auch, Erholungsraum für die Menschen zu sein.
Am Montag, 8. Dezember, besteht die Möglichkeit, bei einem Exkursion in den Stadtwald die Arbeitsweise eines Harvesters, einer Holzerntemaschine, kennenzulernen. Wer mit möchte, meldet sich bei Revierförster Bernhard Streck. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Bushäuschen in Rügheim.