Mit dem Sportschützenverein (SSV) "Steigerwald" Vestenbergsgreuth geht es "in die richtige Richtung", fasste der alte und neue Vorsitzende Klaus Meyer in der Jahreshauptversammlung zusammen, was aus den Berichten zu entnehmen war. Coronabedingt ging es erst Mitte August im Schützensaal unter anderem darum, den Vorstand zu wählen und einen Ausblick auf die kommende Saison zu wagen.

Bei den Neuwahlen zeigte sich, warum der Vorsitzende so zufrieden ist mit der Entwicklung, denn für alle freiwerdenden Ämter standen die Nachfolger schon Gewehr bei Fuß. Unter ihnen sind auch einige junge Leute. So wurden die beiden 18-Jährigen Laura Rost und Kevin Kilian offiziell zu den neuen Jugendleitern ernannt. Sie haben bereits im Winter das Nachwuchstraining von Frank Möhring übernommen und damit nach Meyers Worten "die spannendste Aufgabe im Verein", denn sie hielten die Kinder bei der Stange und brächten die neuen Schützen hervor.

Auch im Vereinsausschuss gibt es mit Christopher Appold, Julian Obergfell und Sven Zeilinger drei neue, junge Mitglieder, die Axel Flohr, Erwin Freymann und Werner Zeilinger ersetzen. Der frühere Vorsitzende und Ehrenmitglied Günter Link behält seinen Sitz im Ausschuss.

Abschied von einem Urgestein

Im Vorstand selbst wurde mit Werner Geyer ein echtes Urgestein verabschiedet, denn nach 28 Jahren als Zweiter Vorsitzender stellte er sein Amt zur Verfügung. "Danke, dass ihr es so lange mit mir ausgehalten habt", kommentierte er trocken die lobenden Worte des Vorsitzenden, der unter anderem Geyers Erfolge als aktiver Schütze, das zweimalige Erringen der Schützenkönigswürde, das Engagement beim 50. Jubiläum und als "Vereinsfotograf" herausgestellt hatte.

Für Geyer rückt der bisherige Dritte Vorsitzende Günter Rost auf, Rosts Posten übernimmt Werner Zeilinger. Im Amt bestätigt wurden Kassier Rudolf Fürstenhöfer, Schriftführerin Angelika Brandt, Sportleiter Christian Fürstenhöfer sowie die Kassenprüfer Werner Brandt und Karsten Kilian.

Ziel ist "drinbleiben"

Sportlich hatte das Coronavirus die Schützen erst auf der Zielgeraden erwischt, einige Mannschaften hatten ihre Saison vor dem Abbruch schon beendet, die anderen den Großteil ihrer Wettkämpfe geschossen. Am Ende stand der Klassenerhalt sowohl der ersten Luftpistolen- als auch der ersten Luftgewehrmannschaft in der Bezirksliga, in die sie erst aufgestiegen waren. "Drinbleiben" sei auch das Ziel für die kommende Saison, wie Sportleiter Christian Fürstenhöfer erklärte. Die neu gegründete zweite Luftpistolenmannschaft hat in der A-Klasse den sechsten von acht Plätzen belegt, die zweite Luftgewehrmannschaft wird die A-Klasse nach elf Siegen in elf Wettkämpfen in Richtung Gauoberliga verlassen. Die dritte und die vierte Luftgewehrmannschaft haben sich in der B- Klasse gehalten.

Wie Fürstenhöfer erklärte, soll nach jetzigem Stand ab Herbst eine reguläre Saison stattfinden, die allerdings in ganz Mittelfranken wieder beendet würde, sollte es auch nur in einem einzigen der mittelfränkischen Landkreise einen coronabedingten Lockdown geben. PF