"80 Jahre und kein bisschen müde", würdigte Kreisverbandsvorsitzender Günter Romig bei einer Vorstands-Sitzung des KAB-Kreisverbands Kronach-Hof das großartige Engagement von Gabriele Zeuß, die sogar an ihrem runden Geburtstag im Rahmen einer Studienfahrt mit der KAB auf Achse gewesen sei. Die Wolfersdorferin, die zahlreiche Ehrenämter innerhalb der KAB und Kirche innegehabt bzw. noch immer innehabe, sei ein großes Vorbild. Die Bereitschaft, mitzugestalten und sich einzubringen, zeichne sie ebenso aus wie die für sie ganz selbstverständliche Übernahme von Verantwortung; auch in politischen Gremien.

"Sie hat immer ein offenes Ohr für die Sorgen der anderen. Ihr Herz und ihr Haus sind allzeit offen", bekundete Heinz Hausmann, der einen Einblick in ihre zahlreichen Ehrenämter sowie hohen Auszeichnungen gab. Gabriele Zeuß hat sich um die KAB in ihrem Heimatort Wolfersgrün, im Kreisverband Kronach-Hof und im Diözesanverband Bamberg, als ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht, als Betriebsrätin, Pfarr- und Dekanatsrätin sowie in der CSU und der CSA große Verdienste erworben. Seit 1980 ist sie Ortsvorsitzende der KAB Wolfersgrün. Seitdem organisiert sie für das kleine Dorf ein interessantes Jahresprogramm mit Vorträgen und sonstigen Aktionen. Mit Schulungen hat sie sich ständig fortgebildet.

Von 1986 bis 2014 war sie Vorsitzende des Kreisverbands Kronach-Hof. Jährlicher Höhepunkt war die Maikundgebung für den Kreis- und Diözesanverband. Die Festredner waren Landes- und Bundespolitiker sowie sonstige Persönlichkeiten. Über einige dieser Großveranstaltungen wurde auch im Fernsehen berichtet.

Kein Weg zu weit

Die Betreuung der Ortsverbände lag ihr sehr am Herzen. Sie besuchte viele Jahreshauptversammlungen, hielt dort Vorträge und gab Impulse für die Verbandsarbeit. Aufgrund ihrer hervorragenden Arbeit als Orts- und Kreisvorsitzende wurde sie gebeten, im Diözesanverband Bamberg mitzuarbeiten. Von 1998 bis 2006 war sie stellvertretende Diözesanvorsitzende; von 2003 bis 2007 Mitglied im Bundesausschuss der KAB Deutschland. Zu den Sitzungen des KAB-Diözesanverbands - die Entfernung Wolfersgrün-Bamberg beträgt rund 85 km - war ihr kein Weg zu weit und zu beschwerlich. Von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) wurde Gabriele Zeuß als ehrenamtliche Sozialrichterin vorgeschlagen. Über 30 Jahre lang - von 1988 bis 2019 - übte sie sehr umsichtig dieses Ehrenamt am Sozialgericht Bayreuth aus. Als Betriebsrätin und stellvertretende Vorsitzende setzte sie sich bei der Firma Faber-Castell, Werk Geroldsgrün von 1992 bis 1997 als stellvertretende Vorsitzende und Mitglied des Wirtschaftsausschusses und nochmals von 1998 bis 2000 für die Arbeitnehmer ein. Sie versuchte, zwischen Betriebsleitung und Beschäftigten zu vermitteln; hatte sie doch als Chefsekretärin direkten Kontakt zur Geschäftsführung.

"Ich habe alles immer sehr gerne gemacht - obwohl es oft schwierig war, alles unter einen Hut zu bringen und zu organisieren", betonte Gabriele Zeuß, die sich auch weiterhin bei den verschiedensten Aktionen einbringen möchte. hs