Um große Projekte ging es bei der Jahresversammlung der DLRG-Ortsgruppe Burgkunstadt. Gleichzeitig war die Arbeit der Wasserrettungsgesellschaft im vergangenen Jahr ein Beispiel für freiwillige Leistungen im Ehrenamt. 8217 Arbeitsstunden wurden von den Mitgliedern dabei verrichtet.
Dennoch gab es auch wieder sehr kritische Aussagen zum Bau eines Lehrschwimmbeckens. "Bei der Arbeit der DLRG geht es nur um die Sicherheit der Bürger", stellte Vorsitzender Werner Schneider unmissverständlich fest. Wir wollen uns mit dem Bau eines Lehrschwimmbeckens kein Denkmal setzten. Einen Schritt weiter ging dabei der technische Leiter der DLRG in Burgkunstadt Thomas Schneider. Wenn wie im letzten Jahr die Modalitäten und die finanziellen Kosten für Schwimmunterricht geregelt sind, sei dies nicht schlecht. "Es nützt aber keinem etwas, wenn er die Fahrstunden zum Erlangen des Führerscheins bezahlt bekommt, es aber keine Straßen gibt, auf welchen man fahren kann.". Und auch der stellvertretende Bezirksvorsitzende der DLRG-Verbände Oberfranken Horst Auer sah ein fehlendes Lehrschwimmbecken kritisch. "Ihr sitzt seit 2010 auf dem Trockenen und das bei immer mehr steigender Zahlen beim Tod durch Ertrinken." Es sollte doch möglich sein, in nun schon über zwölf Jahren eine Entscheidung "Pro Lehrschwimmbecken" hin zu bekommen. Hier sollten doch die Stadtgremien mehr Mut zeigen.
Vorsitzender Schneider berichtete von einem arbeitsreichen Jahr. 2016 war man beim Nothelfergottesdienst in Vierzehnheiligen, beim Hallenfest der Freiwilligen Feuerwehr Burgkunstadt, beim Fest der Wasserwacht in Altenkunstadt und beim Konzert des Musikvereins Burgkunstadt zugegen. Sehr erfreulich sei, dass der Mitgliederstand sich um 24 auf nunmehr 228 erhöht habe. Abgehalten wurden ein Helferessen und eine Winterwanderung.
Weiter führte Schneider aus, dass das Hauptanliegen bei den Vorstandssitzungen neben dem fehlenden Lehrschwimmbecken die Planungen für den Bau einer Lagehalle für die Rettungsfahrzeuge gewesen sei. Die Entscheidung für einen Bau wurde von der Versammlung einstimmig abgesegnet.
Zweiter Vorsitzende Bernd Detsch hatte das Projekt vorgestellt. So soll die 600 Quadaratmeter große Lagerhalle "In der Au" errichtet werden. Grund ist die unsichere Unterstellung der Fahrzeuge an anderen Plätzen. Der Bauantrag wurde von der Stadt schon genehmigt. Für die genaue Werksplanung werde noch viel Arbeit nötig sein, so Detsch. Die Kosten der Halle würden auf 140 000 Euro geschätzt. Davon werden 20 000 Euro als Zuschüsse eingehen, 25 000 Euro will man aus eigenen Mitteln bezahlen, vom Verband zur Strukturförderung in den DLRG-Verbänden seien 15 000 Euro zu erwarten und 15 000 Euro seien bereits als Spenden angekommen. Das heißt, dass 65 000 Euro fremdfinanziert werden müssten. Die Fertigstellung ist auf Spätherbst terminiert, damit die Fahrzeuge dann schon im nächsten Winter eingestellt werden können.
Ein großes Zahlenwerk konnte technischer Leiter Thomas Schneider aufweisen. Von zwei Babyschwimmkursen über 22 Seepferdchen-Abzeichen und dem Kurs Schnorcheltauchen mit 21 Teilnehmern bis zu den fünf Wasserrettungen reichte das Spektrum. Im Einsatz war die DLRG beim Triathlon in Altenkunstadt, beim Regens-Wagnerlauf, beim Silvester-Lauf in Bad Staffelstein, beim Tag der offenen Gartentür in Modschiedel , beim "Swim and Cross" im Freibad und als Zugbegleitung bei der Ankunft von Asylbewerbern. Geborgen wurde ein Pkw aus dem Baggersee bei Trieb, Einsätze gab es auch bei den Überschwemmungen in Prächting und am Plan in Burgkunstadt. Insgesamt wurden 383 Ausbildungsstunden und knapp 700 Einsatzstunden abgehalten. Im Freibad waren 928 Wachstunden zu verzeichnen. Im Moment besteht das Team aus drei Gruppenführern, zwei Einsatzleitern Wasserrettung, fünf Strömungsrettern, 17 Bootsführern, 25 Funkern, acht Rettungstauchern, 14 Gerätetauchern, 33 Sanitätern und 28 Wachgängern.


Die Ehrungen

Ein Höhepunkt des Abends war dann die Ehrung langjähriger Mitglieder. Eine besondere Ehrung wurde dem "Verein für kommunale Zusammenarbeit am Obermain" zu Teil. Für zehn Jahre Mitgliedschaft und Unterstützung besonders im Rahmen der Lehrschwimmbad-Fragen wurde Vorsitzenden Volker Thormälen von Horst Auer eine Urkunde überreicht. Weiter konnte Horst Auer auszeichnen für zehn Jahre Mitgliedschaft Andreas, Gerhard und Marga Bär, Tobias Greck und Yvonne Kern mit dem Ehrenzeichen in Bronze. Mit Silber bedacht wurden für 25 Jahre Marion und Melanie Konrad und Stefanie Baier, für 40 Jahre Hans-Elmar Zapf und Vorsitzender Werner Schneider. Mit dem Ehrenzeichen in Gold für 60 Jahre Mitgliedschaft wurden Heinrich Müller und Peter Langner geehrt.