Der SV Rothhausen hat die Corona-Pause genutzt und sein Sportheim renoviert. Wie Vorsitzender Bernd Müller aus dem dreiköpfigen Vorstandsteam als Öffentlichkeitssprecher ausführte, folgte nach der Dachsanierung und der Erneuerung des Küchenbereiches in diesem Jahr der Gastraum, der zu diesem Zweck quasi komplett entkernt wurde.

Bewusst habe man das Sportheim-Flair aus den 1960er und 70er Jahren verschwinden lassen wollen, um der Jugend eine zukunftsgerichtete Veranstaltungsstätte nach ihren Bedürfnissen zu bieten. Die rustikale Deckenvertäfelung wurde lackiert und auch die Fliesen wurden erneuert. Die kupferbeschirmten Deckenleuchten wurden durch moderne Gitterschirme ersetzt. Zum Abschluss soll noch der Bühnenvorhang erneuert werden.

Der große Dank erging in diesem Zusammenhang an die Gemeinde Thundorf, die Maßnahmen an vereinseigenen Gebäuden und Anlagen seit einiger Zeit zur Hälfte fördert, gedeckelt jedoch auf 10 000 Euro. Ohne diesen Zuschuss wären die Arbeiten nicht durchführbar gewesen. Als besonderen Dank übergab Müller ein Präsent an seinen Vorstandskollegen Jens Wagner, der sozusagen als Bauleiter viele Ideen einbrachte und selber Hand anlegte.

Ehrungen und Neuwahlen

Geehrt wurden: Für zehn Jahre Mitgliedschaft: Marcus Amend, 20 Jahre: Angelo Andreioulo, 25 Jahre: Stefan Kehl, Markus Röss und Frank Müller. Seit 40 Jahren ist Joachim Dietz und seit 50 Jahren Thomas Grünewald im Verein.

Bei den Neuwahlen wurden die bisherigen Vorsitzenden Jens Wagner (Wirtschaft), Fabian Wiener (Sport) und Bernd Müller (Verwaltung) in ihren Ämtern bestätigt. Schriftführer ist Moritz Dekant, Kassier: Markus Müller, Abteilungsleiter Sport: Dominik Englert. Kassier: Nadine Müller. Jugendleiter: Stefan Kniess. Wirtschaftsausschuss: Volker Mauer, Moritz Dekant. Schiedsrichterbetreuer: Bernd Müller, Volker Mauer. Platzkassier: Rudi Beck, Manfred Beck, Hartmut Elflein, Berthold Röss. Platzwartteam: Fabian Wiener, Dominik Englert, Markus Müller, Jens Wagner, Volker Mauer, Moritz Dekant, Leonard Terwart, Daniel Wiener, Julius Englert, Rudi Beck. Gerätewart: Berthold Röss, Julius Englert. Vergnügungsausschuss: Mona Wagner, Jenny Beck, Stefan Heim. Ehrenamtsbeauftragte: Hilmar Kehl, Daniel WienerVolleyballgruppe: Stefan Kohlhepp. Freizeitgruppe: Mona Wagner.

Um die gesamte Vereinsanlage jedoch mit Leben zu erfüllen und zu nutzen, bedarf es der Annahme durch Mitglieder und Gäste, mahnte der Vorsitzende. Nur durch Unterstützung aus dem Umfeld wird der Vorstand wirklich entlastet und nur so wird er seine Arbeit auch künftig gerne erledigen. Dafür warb auch Bürgermeisterin Judith Dekant in ihrem Grußwort. Die Gemeinde habe sich zu großzügigen Unterstützungen entschieden, weil ein funktionierendes Vereinsleben die tragende Säule in den Ortschaften ist.

Es mangelt an Nachwuchs

Der Freitag als Vereinsabend wurde bislang gut angenommen. Für die Sportplatzpflege musste ein neues Team zusammengestellt werden, denn trotz zurückgehenden Spielbetriebes sollen die Aktiven auf einem gepflegten Rasen antreten. Den Mitgliederstand bezifferte der Vorsitzende mit 127.

Weniger hoffnungsvoll stimmte der Bericht von Juniorenleiter Stefan Knieß. Nur noch drei aktive Spieler aus Rothhausen sind in einer der Juniorenteams untergebracht, die sich inzwischen aus dem gesamten Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Maßbach zusammensetzen. Für die U19 müssen sogar Fußballer aus dem Markt Stadtlauringen hinzugenommen werden, um eine Mannschaft zu stellen. Aktuell bilden also 16 Spieler aus zehn Ortschaften den Unterbau des Herrenfußballs.

Die mit dem TSV Thundorf vereinigten Herrenspieler haben mit der 1. Mannschaft den Aufstieg in die Kreisklasse verpasst, wollen in der aktuell laufenden Saison nach entsprechenden Neuzugängen aber wieder vorne mitspielen. Auch die 2. Mannschaft konnte ihre Personalstärke steigern, informierte der für den sportlichen Bereich zuständige Vorsitzende Fabian Wiener. Die Trainingsbeteiligung mit um die 20 Spielern pro Einheit lassen großen Ehrgeiz erkennen.

Die neu gegründete Radfahrabteilung möchte die Tradition des einstigen Radfahrvereins von 1920 fortführen. Dieser von den Nazis aufgelöste Verein gilt gemeinhin als der Vorgängerverein des 1959 gegründeten SV Rothhausen und würde nun schon seit über 100 Jahren bestehen. Die Vereinsfahne ist noch erhalten, müsste jedoch restauriert werden. In gemeinsamer Absprache soll noch ein regelmäßiger Ausfahrtermin gesucht werden. Die Rennsportler haben sich einheitliche Trikots angeschafft, informierte Organisator Dominik Englert.

Die Freizeitgruppe von Mona Wagner will nach den Sommerferien wieder ihr Angebot aufnehmen und montags ab 16.30 Uhr ein Programm für Kinder in der Turnhalle anbieten.

Auch die Volleyballgruppe trainiert wieder. Die Mixed-Gruppe trifft sich jeweils freitags um 20 Uhr. Neue Mitspieler sind jederzeit willkommen, berichtete Stefan Kohlhepp.