Für Manuela Rottmann (Grüne/MdB) ist es eine klare Sache: Das 9-Euro-Ticket ist ein Erfolg. Selbst nutzte sie das Ticket nicht, durch ihre Tätigkeit als Abgeordnete hat sie, wie auch Sabine Dittmar (SPD) und Dorothee Bär (CSU) eine Netzkarte. Dennoch ist sich Rottmann sicher: "Über 30 Millionen verkaufte Tickets zeigen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger einfachere und preislich attraktivere Nahverkehrstickets wünschen." Dafür muss laut ihr die Politik aber noch mehr als eine Weiche stellen.

"Die bayerische Staatsregierung muss deutlich mehr in ein dichteres und schnelleres Nahverkehrsangebot bei uns im Landkreis investieren, damit mehr Menschen überhaupt eine Alternative zur Autofahrt haben. Günstige Tickets - alltagstauglicher Fahrplan: Beides gehört zusammen." Ihre Partei fordert deshalb ein Landesticket und ein Bundesticket.

Sabine Dittmar (SPD/MdB) war es leider nicht möglich, auf die Anfrage der Redaktion zu reagieren. Ihr Büro in Berlin verwies auf die verkehrspolitische Sprecherin Dorothee Martin. Ihr schwebt ebenfalls ein Nachfolger für das 9-Euro-Ticket vor. Sie könne sich vorstellen, ab dem kommenden Jahr den Nachfolger einzuführen. Zu welchen Konditionen? Das ist noch unklar.

Dorothee Bär (MdB/CSU) hat - wie die anderen Abgeordneten - ebenfalls selbst kein 9-Euro-Ticket gelöst. Eindrücke gewann sie über ihre Familie. Sie meint: "Viele haben das Ticket sehr gerne genutzt, entsprechend ausgelastet waren die Züge. Es zeigt, welche Chancen der ÖPNV auch auf dem Land bietet." josch