Für Nachrichten und Informationen im Ort gibt es jetzt eine eigene Gemeinde-App. Vom Gemeinderat nichtöffentlich beschlossen, soll sie über Aktuelles im Rathaus, aus den Vereinen oder auch über Veranstaltungen informieren. Auf den Namen "Heimat-Info" getauft, ist die App inzwischen online geschaltet und kann kostenfrei abgeladen werden. Nach Auskunft von Bürgermeister René Gerner bringt es Heimat-Info bereits auf 200 Nutzer.

Gerner wartete in der Jahresabschlusssitzung - der 16. in seiner Amtszeit - mit einer weiteren Überraschung auf, dem "Schlauen Fuchs". Selbiger ist ein Wettbewerbs-Flyer, der mit einem Budget von 5000 Euro Bürger lockt, die Ideen zur Verbesserung des Zusammenlebens oder zur Verschönerung des Orts beitragen. Befürwortet der Gemeinderat eine Idee, sollen anschließend die Bürger über die Vorschläge abstimmen. Die Umsetzung der Projekte, die den Zuschlag erhalten, erfolgt durch die Antragsteller.

Eine Evaluation zeigte die erfolgreiche Zusammenarbeit der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) und der Kommunalen Allianz "Fränkisches Saaletal". Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) unterstützt die Kooperation mit Zuwendungen und fachlicher Beratung. Das "Joint venture" wurde nach sieben Jahren auf den Prüfstand gestellt, um zu eruieren, ob Strukturen und Organisationsprozesse optimiert werden können und ob die Zielausrichtung noch dem aktuellen Stand entspricht.

Die ILE sprach sich bereits für die Weiterführung der Zusammenarbeit - auch mit Architekt Bernd Müller - aus und stellte eine Fördergrundlage zur Fortführung in Aussicht. Auch das Ratsgremium ist für eine fünfjährige Fortschreibung. Für die nächsten Jahre ins Auge gefasst sind zum Beispiel die Interkommunale Klärschlammverwertung, das "Leuchtturm-Projekt Energie" sowie die Digitalisierung und Datennutzung. Zur Schaffung bedarfsgerechten Wohnraums könnte eine Wohnbaugesellschaft oder auch -genossenschaft entstehen. Eine Verwaltungskooperation und das Interkommunale Radwegenetz sind weitere Betätigungsfelder.

Mehrheitlich stimmte der Rat auch für die Fortführung der Ortsinnenentwicklung, jedoch mit geänderten Vorgaben. So muss sich ein Leerstand mindestens 24 Monate in diesem Zustand befinden und 60 Jahre alt sein. Die Gemeinde fördert dann einen Wohnneubau, wenn dieser wenigstens zehn Jahre als solcher besteht.

Eine Eigentümerbefragung zu privaten Baulücke ermittelte in diesem Zusammenhang zwei leer stehende Gebäude und 31 private Bau-Lücken. Insgesamt 19 befragte Eigentümer legten bis Anfang Dezember ihre Pläne zur Nutzung ihrer Baugrundstücke dar. Einen Verkauf haben alle abgelehnt. 16 Eigentümer möchten ihr Grundstück für ihre Nachkommen oder Erben bevorraten, ein Besitzer plant eine Eigennutzung, ein weiterer nutzt seinen Grundbesitz als Kapitalanlage.

Nachfrage ist da

Weil kein befragter Eigentümer zum Verkauf eines privaten Bauplatzes bereit war, die Nachfrage nach Baugrundstücken aber gegeben ist, befürworteten die Räte in Mehrheit den Erlass einer Vorkaufssatzung für die Gemeinde sowie die Änderung des Flächennutzungsplans und Erstellung eines Bebauungsplans zur Deckung des Wohnbedarfs. Die Gemeinde räumte sich ein besonderes Vorkaufsrecht für die Grundstücke mit den Flächennummern 3823 einschließlich 3828 ein.

Fuchsstadt schließt sich dem Kommunalen Klimaschutz-Netzwerk an, dessen offizielle Gründung im neuen Jahr erfolgt. Keine Einwände hatte der Gemeinderat gegen die Erstellung des Integralen Konzepts Sturzflut-Management, das das Wasserwirtschaftsamt anbietet. Der Fördersatz für dieses Projekt beträgt 75 Prozent bei maximaler Zuwendung von 150 000 Euro.

Nach Rücksprache mit dem Landratsamt hob das Ratsgremium den Beschluss zur Bebauungsplanänderung "Im Gründlein" vom Juni 2020 auf. Dem Antrag des Kreis-Caritasverbands auf Förderung wurde mit der Gewährung eines Pauschalbetrags von 500 Euro entsprochen.

Ein weiterer Booster-Impf-Tag ist für Sonntag, 2. Januar, in der Praxis von Markus Full vorgesehen.