Der Diakonieverein Presseck-Grafengehaig wird erst nächstes Jahr bei den turnusgemäßen Wahlen einen neuen Zweiten Vorsitzenden wählen. Diese Funktion soll nach dem Tod von Altbürgermeister Fritz Schramm bis dahin unbesetzt bleiben. Das schlug die Vereinsvorsitzende Pfarrerin Heidrun Hemme unwidersprochen in der Hauptversammlung vor.
Ansonsten, berichtete Hemme, hat die Diakoniestation nach der Renovierung des Alten Rathauses in Presseck nun bessere Räume, die irgendwie größer anmuten, obwohl sich die Fläche nicht vergrößert hat. Die Räume sind funktionaler, wofür der Verein auch einiges in die Möblierung investiert hat. Nach Kassenverwalter Karl-Heinz Flügel waren dies 16 700 Euro.
Der Mitgliederstand, so Hemme, ist leicht auf 228 Mitglieder zurückgegangen. Sie warb deshalb dafür, weitere Mitglieder für die Belange der Diakonie zu gewinnen - der Mitgliedsbeitrag von 12 Euro im Jahr sei nun wirklich nicht viel. Im Zentralen Diakonieverband Münchberg sei die Pressecker Station gut aufgehoben. Und man werde auch von dort gut unterstützt.


Personalbestand geschrumpft

Nach zwei turbulenten Jahren, berichtete Stationsleiterin Sonja Heerdegen, sei nun wieder Ruhe eingekehrt. Das Pflegepersonal sei auf drei Pflegekräfte und drei Haushaltshilfen geschrumpft. Man könne es den Beschäftigten nicht verdenken, erklärte Heerdegen die Situation, wenn sie sich auch andernorts orientieren wollen. Dazu gebe es gute Chancen, denn in Pflegeberufen herrsche überall Mangel an Fachkräften.
Das Personal in Presseck wieder aufzustocken sei deshalb schwer: "Der Markt ist leer," weshalb sie dafür warb, die Bildungsangebote in Münchberg in Anspruch zu nehmen. Allerdings wird Presseck "durch Stammbach und Helmbrechts personell mit versorgt, die Organisation wird von Helmbrechts aus gemacht; "und wir nehmen auch noch Patienten an," so Sonja Heerdegen.
Durch die Ausgaben für die renovierte Sozialstation in Presseck ist nach dem Kassenbericht von Karl-Heinz Flügel das finanzielle Polster des Vereins geschrumpft. Man sei aber dennoch nicht mittellos. Für das laufende Jahr konnte er der Hauptversammlung dennoch einen ausgeglichenen Finanzplan vorlegen. Klaus Klaschka